Die Stellungnahme berücksichtigt die Rückäußerungen des Verbandsbereiches zu dem oben genannten Rundschreiben sowie die Beratungen im Fachausschuss für Personalwesen und Krankenhausorganisation (22. Sitzung vom 02.06.2003).

Die vorgesehene Gestaltung der Ausbildung unterscheidet sich deutlich von der bisherigen Form und Gliederung der Ausbildung. Dies ist gleichermaßen für die theoretische als auch für die praktische Ausbildung zutreffend. Zum einen wird der Unterrichtsanteil zu Lasten der praktischen Ausbildung erheblich ausgeweitet. Der Unterricht soll künftig 2.100 Stunden umfassen (bisher 1.600 Stunden). Die praktische Ausbildung wird von bisher 3.000 auf 2.500 Stunden reduziert. Zum anderen erstreckt sich die praktische Ausbildung in größerem Umfang als bisher auf Bereiche außerhalb des Krankenhauses. Es ist u. a. vorgesehen, dass 500 Stunden praktische Ausbildung in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten abgeleistet werden sollen.

Aus Sicht der Geschäftsstelle der DKG ist eine inhaltliche Begründung für die Erhöhung des theoretischen Anteils der Ausbildung um ca. 30 Prozent nicht gegeben. Kritisch zu hinterfragen ist ferner, wie die Einrichtungen außerhalb des Krankenhauses eine angemessene Qualität der praktischen Ausbildung gewährleisten sollen.

Angesichts der Kürze der Zeit bis zum Inkrafttreten der neuen Regelungen (01.01.2004) ist es weder für die Krankenhäuser noch für die ambulanten und stationären Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen praktisch möglich, die vorgeschriebenen Qualifizierungsanforderungen für die Praxisanleiter (neben einer mindestens einjährigen Berufserfahrung auch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden) zu erfüllen. Die in der vorliegenden Entwurfsfassung vorgesehene Übergangsregelung, wonach es der zuständigen Behörde gestattet sein soll, innerhalb von fünf Jahren nach Inkrafttreten der KrPflAPrV Ausnahmen vom Umfang der Qualifikationen zuzulassen, ist nicht ausreichend. Deshalb plädiert die DKG für die Schaffung einer dauerhaften Bestandsschutzregelung, die es ermöglicht, dass Praxisanleiter mit einer geringeren berufspädagogischen Zusatzqualifikation (im Umfang von mindestens 120 Stunden) auch weiterhin eine Tätigkeit in diesem Aufgabengebiet wahrnehmen können.