Die Umfrage ist Teil eines Monitorings, das von Herrn Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) beim DJI, in Auftrag gegeben wurde. Mit der konkreten Befragung ist das Umfrageunternehmen SOKO in Bielefeld beauftragt. Der Befragung war eine qualitative Erhebung in enger Zusammenarbeit mit der DKG vorausgegangen; die Ergebnisse sind in den Fragebogen für die Kliniken eingeflossen. Die Unterstützung des Monitorings 2016 ist Teil der Vereinbarung der DKG mit dem UBSKM vom 23.02.2016, welche die flächendeckende Einführung und Implementierung von Schutzkonzepten in den Kliniken unterstützt.

Die DKG bittet nun erneut um rege Teilnahme der bereits angeschriebenen Kliniken an der Befragung. Die Beantwortung des Fragebogens wird ca. 20-30 Minuten in Anspruch nehmen und kann online, schriftlich oder mündlich erfolgen. Die Auswertung erfolgt anonym und die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

Hintergrund:

Noch immer gibt es im Bereich des sexuellen Kindesmissbrauchs neben den gemeldeten Fällen eine hohe Dunkelziffer von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Die im Oktober beginnende Umfrage in Kliniken soll aufzeigen, welche Schutzmaßnahmen sowie Präventions- und Interventionsansätze gegen sexualisierte Gewalt es im Gesundheitsbereich bereits gibt. Dazu werden Kinderkliniken und Kliniken mit Fachabteilungen für Kinder und Jugendmedizin sowie Fachabteilungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie angeschrieben und gebeten, sich an der Umfrage zu beteiligen. Es soll erfasst werden, in wie weit sich Kliniken mit dem Thema bereits auseinandersetzen, welche Schutzmaßnahmen schon umgesetzt werden und welche Unterstützung Kliniken benötigen, um Handlungssicherheit im Umgang mit sexueller Gewalt zu erlangen.

Die Befragung findet auch bei niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten statt und ist Teil eines breit angelegten Monitorings in all jenen Bereichen, in denen Kinder und Jugendliche Erwachsenen anvertraut sind. Neben Lehrern, Erziehern und Betreuern nehmen auch Ärzte eine Schlüsselrolle im Umgang mit Opfern sexueller Gewalt ein.