In einem Schreiben der Luftfahrtunternehmen an die Krankenhäuser werden die in der LuftVO festgelegten Anforderungen nochmals näher erläutert werden: Zunächst wird klargestellt, welche Krankenhäuser/Kliniken von den Anforderungen an PIS betroffen sind. Dies sind in erster Linie alle Kliniken, die entsprechend unseren Aufrufen in den letzten Jahren, das Vorhandensein einer Landestelle (PIS) an die Luftfahrtunternehmen gemeldet haben und dementsprechend derzeit im aktuellen Landeplatz-Masterkatalog (sog. Masterliste) aufgeführt sind.

Weiter werden die einzelnen Aspekte der in der LuftVO genannten Anforderungen (baulich und organisatorisch) erläutert und durch Empfehlungen der AG-PIS ergänzt:

-    Start- und Landefläche

-    Sicherheitsfläche

-    Markierungen

-    Windrichtungsanzeiger

-    Löschmittel und Alarmplan

-    Zutritt

-    Erhaltungspflicht

-    Meldung von Veränderungen

-    Option für Nachtflug: Ausleuchtung der Start- und Landefläche

Die Luftfahrtunternehmen weisen explizit darauf hin, dass sich die Krankenhäuser bei der Umsetzung der o.g. (baulichen) Auflagen durch erfahrene Sachverständige/Gutachter unterstützen lassen sollen. Dies ist aus Sicht der DKG-Geschäftsstelle i.d.R. allein schon deshalb notwendig und sinnvoll, weil die Erkennungsmarkierung der Landestelle (weißes „H“ auf rotem Kreuz) so auszurichten ist, dass der Querbalken des „H“ senkrecht zur Hauptan- und abflugrichtung liegen muss.

Abschließend sind die in der EU-Verordnung 965/2012 für das Betriebshandbuch geforderten Daten an die Luftfahrtunternehmen zu übermitteln. Dies sind:

-    ein Diagramm oder beschriftetes Foto mit

o    den Hauptaspekten,

o    den Abmessungen,

o    den Hauptrisiken (Hindernisse)

-    den Elementen, die die Nichteinhaltung von Flugleistungsklasse 1 verursachen

-    ein Notfallplan für Zwischenfälle

Die erforderlichen Bilder (Karte und Luftbild) sollen ausschließlich über www.geoportal.de hochgeladen werden. In diesen Bildern sind dann die Landestelle, die An- und Abflugrichtung sowie vorhandene Hindernisse (und ggf. ein Nordpfeil) einzuzeichnen. Zusätzlich sollen jeweils der direkte Ansprechpartner für die Landestelle mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefon-Nummer, sowie ggf. der Name und die Adresse des Sachverständigen, der das Krankenhaus bei der Umsetzung der baulichen und organisatorischen Anforderungen unterstützt hat, angegeben werden.

Die baulichen und organisatorischen Anforderungen sowie die Übermittlung der in der EU-Verordnung geforderten Daten an die Luftfahrtunternehmen müssen bis zum 01.03.2018 abgeschlossen sein.

Der aktuelle Landeplatz-Masterkatalog ist auf der DKG-Homepage einsehbar. Link, Benutzername und Passwort erhalten sie bei Interesse von Ihrer Landeskrankenhausgesellschaft.

Sobald die baulichen Maßnahmen an der jeweiligen PIS abgeschlossen sind und die erforderlichen Daten an die Luftfahrtunternehmen übermittelt wurden, wird dies in der Masterliste kenntlich gemacht werden.