Um Kinder und Jugendliche besser zu schützen, bedarf es eines sensibilisierten Umfelds, das Aufmerksamkeit und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt und Grenzverletzungen auch in Krankenhäusern bietet. Dies ist keine leichte Aufgabe. Es ist wichtig, dass Klinikmitarbeiter sowie freiwillig Engagierte bzw. Ehrenamtliche in grenzwertigen Situationen oder im Falle von sexualisierter Gewalt kompetent und sicher handeln können. In seinen „Leitlinien zur Prävention und Intervention sowie zur langfristigen Aufarbeitung“ hat der Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ institutionelle Maßnahmen wie z.B. Verhaltensregeln, Fort- und Weiterbildungen sowie Kinderschutzbeauftragte empfohlen (siehe www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/Anlage03Leitlinien). Die DKG unterstützt die Umsetzung dieser Maßnahmen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes zu verbessern.

Eine erste Erhebungswelle im Sommer 2012 hat einen Einblick auf den bisherigen Umsetzungsstand der Empfehlungen des Runden Tisches ermöglicht, inwieweit sich die Kliniken mit dem Thema sexualisierte Gewalt bisher beschäftigt haben und welche (Schutz-)Maßnahmen bereits umgesetzt wurden bzw. in Planung sind. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Kliniken bereits sehr aktiv sind und Konzepte entwickelt haben, um die Empfehlungen des Runden Tisches in der Praxis umzusetzen. Um diese Erfolge sichtbar zu machen, wird nun eine zweite bundesweite Befragung durchgeführt. Mit Hilfe der jetzigen zweiten Erhebungswelle wird eine breitere Datenbasis erlangt und weitere Akteure sollen auf das Thema aufmerksam gemacht und aktiviert werden (Anlage).

Die DKG hat in Zusammenarbeit mit dem UBSKM und der Rambøll Management Consulting an der Entwicklung des Fragebogens für die Krankenhäuser mitgewirkt. Dieser Fragebogen wird ab dem 8. April 2013 durch die Rambøll Management Consulting an alle Krankenhäuser mit kinder- und jugendmedizinischen Abteilungen versandt. Der Rückmeldezeitraum läuft bis 06. Mai 2013. Rambøll Management Consulting ist dabei zur strikten Einhaltung des Datenschutzes verpflichtet. Eine Weitergabe einzelfallbezogener (personenbezogener, institutionsbezogener) Informationen an Dritte, die einen Rückschluss auf konkrete Personen oder Einrichtungen erlauben würden, ist strengstens untersagt.