Die maßgeblichen psychiatrischen und psychosomatischen Verbände Deutschlands, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands sehen erheblichen Korrekturbedarf an dem vorgelegten Gesetzentwurf zum Psych-EntgG. Die große Sorge, dass durch das geplante Psych-EntgG die in Deutschland seit der Psychiatrie-Enquete erreichte sehr gute Versorgungsqualität gefährdet wird, hat die Verbände dazu veranlasst, sich gemeinsam an die Verantwortlichen der Politik zu wenden. Auf Initiative der DKG wurde eine gemeinsame Resolution erstellt (Anlage).

Die Resolution benennt die „drei existenziellen Kernforderungen“ an das Psychiatrie-Entgeltgesetz. Als zentrale Voraussetzung für die Akzeptanz des neuen Psych-Entgeltsystems fordern die Unterzeichner der Resolution
• die vollständige Finanzierung des zunehmenden psychiatrischen und psychosomatischen Versorgungsbedarfs,

• die gesetzliche Verankerung des Rechtsanspruchs der Krankenhäuser auf eine vollständige Finanzierung aller Aufgaben und Leistungen der Pflichtversorgung sowie

• die Refinanzierung der tarifbedingten Personalkostenentwicklung in voller Höhe und die Einführung des Kostenorientierungswertes.

Die Resolution wurde am 18. März 2012 in einer Pressemitteilung der DKG veröffentlicht und an die Mitglieder des Deutschen Bundestages sowie die Gesundheitsminister(inne)n der Länder versandt.