Vergabe der Institutionskennzeichen
Falls die psychiatrische Institutsambulanz bisher noch kein Institutionskennzeichen zur Abrechnung mit den Kostenträgern hat, kann dieses für das gesamte Bundesgebiet bei der Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Alte Heerstr. 211, 53757 St. Augustin beantragt werden.

Vergütung der Leistungen der psychiatrischen Institutsambulanz
Die Leistungen der psychiatrischen Institutsambulanz werden nach § 120 SGB V unmittelbar von den Krankenkassen vergütet. Die Vergütung wird von den Landesverbänden der Krankenkassen und den Verbänden der Ersatzkassen gemeinsam entweder unmittelbar mit den einzelnen Krankenhäusern oder den sie vertretenden Vereinigungen im Land vereinbart.

Die Abrechnungsmodalitäten richten sich nach § 295 SGB V. Auch das Nähere über Form und Inhalt der Abrechnungsunterlagen und der erforderlichen Vordrucke wird für die psychiatrische Institutsambulanz von den o.g. Vertragsparteien festgelegt.

Im Konfliktfall legt die Schiedsstelle nach § 18 a Abs. 1 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) auf Antrag einer Vertragspartei die Vergütung fest.

Nach unserer Kenntnis erfolgen die Abrechnungen der Leistungen von psychiatrischen Institutsambulanzen an psychiatrischen Krankenhäusern (§ 118 Abs. 1 SGB V) meist pauschaliert, wobei sich eine Gesamtpauschale der ärztlichen und nichtärztlichen Leistungen als praktikabel erwiesen hat.

Verordnung häuslicher Krankenpflege:
Nach § 95 Abs. 1 SGB V nehmen an der vertragsärztlichen Versorgung zugelassene und ermächtigte Ärzte sowie ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtungen teil. Die Ermächtigung bewirkt, dass der ermächtigte Arzt oder die ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtung zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung berechtigt und verpflichtet ist. Die vertraglichen Bestimmungen über die vertragsärztliche Versorgung sind für sie verbindlich (§ 95 Abs. 4 SGB V).

Folglich wird durch die Ermächtigung von psychiatrischen Institutsambulanzen zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung nach § 118 Abs. 2 i. V. m. § 95 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 SGB V die Verordnung von häuslicher Krankenpflege ermöglicht.