1.081 Menschen spendeten nach dem Tod ihre Organe. Diese Zahl liegt damit im Durchschnitt der Jahre 2000 - 2003. Der Bericht enthält weitere statistische Informationen: Beispielsweise ist zu entnehmen, dass das Alter der Organspender stetig zunimmt. Während der prozentuale Anteil der Organspender der Altersgruppe < 16 Jahre und zwischen 16 und 54 Jahren ggü. dem Vorjahr abnimmt, nimmt insbesondere die Altersgruppe > 65 Jahre stetig zu. Die Todesursachen der Organspender sind zu etwa 75% atraumatisch (ohne äußere Verletzungen) und zu 25% traumatisch (äußere Verletzungen) bedingt. Die Zustimmungsrate zur Organspende beträgt bundesweit ca. 61%. Die DSO führt weiter an, dass sich nur 41% der ca. 1.400 Krankenhäuser mit Intensivstationen an der Gemeinschaftsaufgabe Organspende beteiligten.

Auch die Antwort der Bundesregierung auf die Große Anfrage der CDU-/CSU-Fraktion "Förderung der Organspende" vom 16.12.2004 (Bundestags-Drucksache 15/4542) greift diese Zahlen auf und gibt den Anteil der Krankenhäuser mit Intensivbetten, die sich an diesen Mitteilungen beteiligen, im Durchschnitt im Jahr 2003 mit nur 40% (bei den Krankenhäusern der Maximalversorgung 90%, der Zentralversorgung 67%, der Regelversorgung rund 39% und der Grundversorgung 18%) an. Die Bundesregierung weist in ihrer Antwort - ähnlich wie die 77. Gesundheitsministerkonferenz im Juni 2004 - das Schlüsselpotential für die Steigerung der postmortalen Organspende dem Wirken der Krankenhäuser zu. "Nur bei einer Beteiligung aller Krankenhäuser mit Intensivbetten können die vorhandenen Möglichkeiten zur postmortalen Organspende vollständig wahrgenommen werden."

Daher möchten wir vorsorglich neuerlich hinweisen, dass die Krankenhäuser verpflichtet sind, den endgültigen, nicht behebbaren Ausfall der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstammes von Patienten, die nach ärztlicher Beurteilung als Organspender in Betracht kommen, dem zuständigen Transplantationszentrum oder der DSO mitzuteilen.

Die Jahresberichte der einzelnen DSO-Regionen sind bereits vor einigen Wochen publiziert worden. Diese können in den Organisationszentralen der 7 DSO-Regionen für die folgenden Bundesländer angefordert werden: Baden-Württemberg (bw@dso.de), Bayern (bayern@dso.de), Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (mitte@dso.de), Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein (nord@dso.de), Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern (nord-ost@dso.de), Nordrhein-Westfalen (nrw@dso.de) und Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (ost@dso.de).

Die DSO hat eine Broschüre für Angehörige von postmortalen Organspendern mit dem Titel "Im Tod Leben schenken" publiziert. Die Zielgruppe dieser Broschüre sind die Angehörigen von Organspendern und auch die Krankenhausmitarbeiter, die diese Angehörigen häufig betreuen. In der Broschüre sind u.a. Informationen zur Trauer, zum Hirntod, zu Organtransplantationen und Hilfsangebote von Selbsthilfegruppen sowie Internetseiten aufgeführt. Gleichzeitig finden sich Beiträge transplantierter Patienten, die auch ihre Dankbarkeit ggü. den Spendern ausdrücken. Die Krankenhausmitarbeiter, die Angehörige von Organspendern betreuen, können sich diese 63-seitige Broschüre ebenfalls über die o.g. E-mail-Adressen der entsprechenden DSO-Region bestellen.