Nach Angaben der DSO erhalten A-Krankenhäuser (Universitätskliniken) für die Bestellung von Transplantationsbeauftragten im Durchschnitt 48.000 Euro. Die Aufwandserstattung für B-Krankenhäuser (Krankenhäuser mit Neurochirurgie) beträgt im Durchschnitt rund 31.000 Euro. C-Krankenhäuser (übrige Entnahmekrankenhäuser) erhalten durchschnittlich etwa 12.000 Euro.

Die Auszahlung der Aufwandserstattungen erfolgt in vier Teilbeträgen durch die DSO (zum 30.04., 31.07., 31.10. sowie 31.01. des Folgejahres) an insgesamt 1.202 Entnahmekrankenhäuser. Die Aufwandserstattung besteht aus einem einheitlichen Sockelbetrag und einer volumenabhängigen Komponente. Für den Sockelbetrag stehen 7,2 Mio. Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird zu gleichen Teilen auf die Entnahmekrankenhäuser verteilt. Für die volumenabhängige Komponente stehen insgesamt 10,8 Mio. Euro zur Verfügung. Dieser Betrag wird anhand der jeweiligen Anzahl der Verstorbenen mit möglicherweise zum Hirntod führenden akuten schweren Erkrankungen oder Schäden des Gehirns auf die Entnahmekrankenhäuser verteilt.

Anlässlich der Bereitstellung dieser finanziellen Mittel durch die DSO bittet die DKG zur Förderung der Organspende, die Transplantationsbeauftragten klinikintern zu unterstützen und ihnen die nach dem Transplantationsgesetz vorgesehenen Freiräume für ihre Tätigkeiten einzuräumen. Der Einsatz von Transplantationsbeauftragen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Förderung der Organspende. Entnahmekrankenhäuser nehmen eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr, die zunehmend auch im öffentlichen Fokus steht.

Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass der DSO zusätzliche Mittel zur Fortbildung der Transplantationsbeauftragten zur Verfügung gestellt wurden. Die DSO wird wie bereits in der Vergangenheit Fortbildungen für Transplantationsbeauftragte kostenfrei anbieten. Wir empfehlen den Transplantationsbeauftragten, entsprechende Fortbildungsangebote nach Möglichkeit wahrzunehmen.