Die Influenza-Impfsaison 2011/2012 hat begonnen. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen saisonale Influenza u.a. für Personen über 60 Jahre, chronisch Kranke jeden Alters, Schwangere und medizinisches Personal. Die Impfquote für medizinisches Personal im Krankenhaus ist jedoch mit durchschnittlich 20% sehr niedrig und liegt deutlich unter der Quote anderer Risikogruppen.

Die DKG möchte diese geringe Impfquote zum Anlass nehmen, darauf hinzuweisen, dass es sinnvoll ist darauf hinzuwirken, dass sich Krankenhaus-Mitarbeiter impfen lassen.

Sowohl der Eigenschutz der Mitarbeiter als auch der Patientenschutz sind die zentralen Gründe für diese Empfehlung. Wegen des häufigen Kontaktes mit Menschen – vor allem kranken Menschen – besteht für medizinisches Personal ein erhöhtes Risiko, selbst an Influenza zu erkranken. Auch Patienten sollten vor Übertragungen von Influenzaviren durch Pflege- und ärztliches Personal geschützt werden.

Für ältere Menschen und für Personen mit bestimmten Grundleiden stellt eine Infektion mit Influenza-Viren eine besondere Gefährdung dar. Bei ihnen kann es im Krankheitsverlauf dann zu Komplikationen wie bakterielle Lungenentzündungen kommen, die tödlich enden können.

Für den Betriebsablauf innerhalb des Krankenhauses ist eine hohe Impfquote des Personals ebenfalls sinnvoll, da gerade in der Grippe-Saison Fehlzeiten vermindert und damit der Krankenhausbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

„Der beste Schutz für Patienten und medizinisches Personal lässt sich erreichen, wenn beide Gruppen geimpft sind. Studien zeigen, dass die Influenzaimpfung bei älteren Patienten weniger effektiv ist und daher gerade bei älteren Patienten trotz einer Impfung zum Teil kein ausreichender Influenzaschutz besteht. Deshalb liegt es nahe, zumindest auf Seiten des medizinischen Personals Infektions- und Übertragungsrisiken durch Impfungen zu verringern“ (aus der Broschüre „Wir kommen der Grippe zuvor“ der BZgA und des RKI).