Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist eine von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern gemeinsam getragene, bundesweit geltende Arbeitsschutzstrategie mit dem Ziel, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen abgestimmten und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz – ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung – zu erhalten, zu verbessern und nachhaltig zu fördern. Die GDA umfasst die Entwicklung gemeinsamer Arbeitsschutzziele, die Festlegung vorrangiger Handlungsfelder und Eckpunkte für Arbeitsprogramme sowie deren Ausführung nach einheitlichen Grundsätzen. Für die erste Arbeitsperiode 2008-2012 wurde beschlossen, dass insgesamt 11 Arbeitsprogramme konzipiert werden sollen.

Das Arbeitsprogramm „Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Pflege“ beinhaltet ein Online-Selbstbewertungsinstrument, das nunmehr auch von den Krankenhäusern unter www.gesundheit-pflegen-online.de genutzt werden kann (seit 2010 steht das Tool bereits ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen zur Verfügung). Mit Hilfe dieses Selbstbewertungsinstruments können Krankenhäuser den aktuellen Stand ihres Arbeitsschutzes in Bezug auf Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychische Belastungen überprüfen. Konkret besteht das Selbstbewertungsinstrument aus einem Fragebogen und einer Toolbox. Durch das Ausfüllen des Fragebogens wird das Arbeitsschutzniveau in dem jeweiligen Krankenhaus bezüglich Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Belastungen erfasst. Am Ende der Befragung erfolgt eine Rückmeldung, ob die gesetzlichen Mindeststandards erfüllt werden und bei welchen Themen noch Verbesserungspotential besteht. Gleichzeitig wird ein Benchmarking mit vergleichbaren Krankenhäusern durchgeführt, das lediglich für das betreffende Krankenhaus einsehbar ist. Demgegenüber bietet die Toolbox umfassende Angebote zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz: Praxisbeispiele, Arbeitshilfen, Broschüren, Seminare und eine Aufbereitung der gesetzlichen Grundlagen.

Das Programm bietet den Krankenhäusern die Möglichkeit eine Ist-Analyse sowie einen Branchenvergleich vorzunehmen. Zugleich können konkrete Verbesserungsvorschläge identifiziert werden. Der DKG wurde die Gelegenheit gegeben, das Projekt im letzten Jahr zu begleiten, wobei die inhaltliche Entwicklung des Erhebungsbogens hiervon nicht betroffen war, da dieser bereits durch die zuständigen Gremien der GDA abschließend beraten war.

Vor diesem Hintergrund erhalten derzeit alle Krankenhäuser ihre persönlichen Zugangsdaten. Das Mailing erfolgt durch einen Datentreuhänder – das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Die betrieblichen Daten werden streng vertraulich behandelt und können von keinem Dritten eingesehen werden. Auch den GDA-Trägern ist eine Datenauswertung nur in aggregierter Form möglich, so dass eine Zuordnung von Ergebnissen zu einzelnen Krankenhäusern nicht erfolgen kann. Dies wurde der DKG im Vorfeld von der Leitung des Arbeitsprogramms zugesichert.

Ergänzend weisen wir in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ähnliche Ansätze zur Wahrnehmung des Arbeitsschutzes in Bezug auf die Pflegekräfte in den Krankenhäusern unter www.pflege-krankenhaus.de (Themenfeld „Lebensphasengerechtes Arbeiten in der Pflege“) abgerufen werden können.