Die Novellierung des KrW-/AbfG dient in erster Linie der Umsetzung der EG-Abfallrahmenrichtlinie zum November 2008. Auch sollen die bestehenden nationalen Vorschriften überarbeitet werden. Das Gesetz wird dann in „Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)“ umbenannt.

Wesentliche Elemente des Arbeitsentwurfes sind:

- Neue fünfstufige Abfallhierachie, die in den §§ 6-8 umgesetzt ist: Das bislang geltende dreistufige Grundpflichtenmodell (Vermeidung, Verwertung, Beseitigung) wird durch neue Verwertungsstufen (Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, Sonstige, insbesondere energetische Verwendung) ergänzt. Darüber hinaus scheint die Übernahme des Heizwertes von 11.000 kJ/kg aus dem geltenden KRW-/AbfG als zweckmäßig (diskussionsrelevant).
- Möglichkeit der Aufgabenübertragung an private Dritte: Künftig sollen auch private Dritte alle öffentlich-rechtlichen Befugnisse des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers übernehmen können, sodass sich die Pflichtenübertragung als eine Beleihung darstellt.
- Förderung der getrennten Sammlung von Bioabfällen zum Zwecke der Kompostierung und Vergärung.
- Einführung von Recycling- und Verwertungsquoten für Siedlungsabfälle (65 %) sowie für Bau- und Abbruchabfälle (80 %). Mit dieser Forderung geht der Arbeitsentwurf über die Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie hinaus, die eine Recyclingquote von mindestens 50 % für Siedlungsabfälle und eine Verwertungsquote von mindestens 70 % für Bau- und Abbruchabfälle vorsieht.

Der Arbeitsentwurf sowie das Eckpunktepapier des BMU zur Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes können von der Homepage des BMU unter folgendem Link heruntergeladen werden:
http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/neue_rechtsvorschriften/doc/45401.php.