Die vorliegende Richtlinie konkretisiert die in den §§ 18, 27, 28 und 36 der Röntgenverordnung geforderten Aufzeichnungspflichten und soll so den Vollzug der Regelungen erleichtern. Gleichzeitig wurde die Bekanntmachung zum Röntgenpass überarbeitet und die neuen Regelungen der Röntgenverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 30.04.2003 sowie Erfahrungen aus dem Vollzug berücksichtigt.

Nicht geregelt werden in der Richtlinie zusätzliche Aufzeichnungspflichten im Rahmen der medizinischen Forschung.

Im Folgenden werden beispielhaft einige Aspekte der geforderten Aufzeichnungspflichten beschrieben:

Aufzeichnung nach § 18 RöV (Sonstige Pflichten beim Betrieb einer Röntgeneinrichtung oder eines Störstrahlers nach § 5 Abs. 1)

Die Aufzeichnungen über die Einweisung des Personals sollen für jede Röntgeneinrichtung separat geführt werden und alle Personen erfassen, die an der Röntgeneinrichtung beschäftigt sind. Diese Aufzeichnungen müssen für die Dauer des Betriebes der betreffenden Röntgeneinrichtung aufbewahrt werden. Die Richtlinie enthält ein Muster, nach der diese Aufzeichnungen vorgenommen werden sollen.

Im Weiteren werden Vorgaben für die anwendungs- und arbeitsplatzspezifischen Arbeitsanweisungen (für Projektionsradiographien, Durchleuchtungsuntersuchungen, Computertomographieuntersuchungen) gemacht. Diese Arbeitsanweisungen sind zu datieren und über die Nutzungsdauer hinaus für 10 Jahre aufzubewahren.

Aufzeichnungen nach § 27 RöV (Röntgenbehandlung)

Über die Umsetzung des Bestrahlungsplans muss ein Protokoll angefertigt werden, das die Realisierung der Bestrahlung beschreibt, dabei ausdrücklich die Überprüfung der Filterung bestätigt und darüber hinaus gegebenenfalls besondere Vorkommnisse
erfasst.

Aufzeichnungen nach § 28 RöV (Aufzeichnungspflichten, Röntgenpass)

Patientinnen im gebärfähigen Alter sind u.a. über eine bestehende bzw. nicht auszuschließende Schwangerschaft zu befragen. Bei Untersuchungen, bei denen der Uterus im oder in der Nähe des Strahlenfeldes liegt, ist eine Befragung nach dem letzten Menstruationstermin notwendig.

Bei der Behandlung schwangerer Frauen mit Röntgenstrahlung ist der Schwangerschaftsmonat bei Beginn der Behandlung und die Angaben zur rechtfertigenden Indikation auch im Hinblick auf die Dringlichkeit der Behandlung aufzuzeichnen.

Aufzeichnungen nach § 36 RöV (Unterweisung)

Personen, die Aufgaben in Kontrollbereichen wahrnehmen, müssen über Sicherheit und Schutzmaßnahmen durch den Strahlenschutzbeauftragten bzw. eine für ihn hierfür beauftragte Person unterwiesen werden. Ein Musterformblatt enthält Anlage 3 der
Richtlinie.

Die weiteren detaillierten Regelungen entnehmen Sie bitte der beigefügten Richtlinie selbst.