In der Richtlinie 97/43/EURATOM des Rates vom 30.06.1997 über den Gesundheitsschutz von Personen gegen die Gefahren ionisierender Strahlung bei medizinischer
Exposition werden die Mitgliedsstaaten u.a. aufgefordert, Empfehlungen hinsichtlich der Überweisungskriterien für medizinische Expositionen zu erstellen. Die im Juli 2006
verabschiedete Orientierungshilfe soll Ärzten in Krankenhäusern sowie im niedergelassenen Bereich helfen, das für die jeweilige Fragestellung am besten geeignete
bildgebende Verfahren auszuwählen. Hierdurch wird neben einer besseren Patientenversorgung auch eine Verringerung der damit verbundenen Strahlenexposition erwartet.

Die Orientierungshilfe bewertet die Rolle von Röntgen, Ultraschall, Computertomographie, Kernspintomographie, Nuklearmedizin mit Positronenemissionstomographie und interventionellen Eingriffen bei gegebenen Fragestellungen. Sie ersetzt nicht das Stellen der rechtfertigenden Indikation durch einen fachkundigen Arzt. Die Orientierungshilfe soll jedoch dem Dialog zwischen dem anfordernden Arzt und dem Radiologen / Nuklearmediziner als Teil des diagnostischen Vorgehens dienen.

Die 120-seitige Publikation kann über die Homepage der Strahlenschutzkommission (www.ssk.de - SSK Aktuell) herunter geladen werden. Zur Information fügen wir Ihnen als Anlage das Inhaltsverzeichnis, die Einführung sowie beispielhaft die Überweisungskriterien für den Bereich "Wirbelsäule" bei.