Zwischenzeitlich haben weitere Gespräche, insbesondere zwischen dem RKI und der Deutschen Lufthansa Cargo AG, stattgefunden, in denen man sich auf einen Kompromiss einigen konnte. Entsprechend hat die Deutsche Post AG inzwischen ihre "Regelungen für die Beförderung von ansteckungsgefährlichen Stoffen - Brief National" (Stand 24.09.2003) dahingehend überarbeitet, dass nun diagnostische Proben der UN-Nr. 3373, die Krankheitserreger der Risikogruppe 2 nach den Kriterien der WHO enthalten oder enthalten könnten, zum Postversand als Brief zugelassen werden. Weiterhin nicht zum Postversand zugelassen sind diagnostische Proben, die Krankheitserreger der WHO-Risikogruppe 3 oder 4 enthalten bzw. enthalten könnten.

Darüber hinaus wird für den Versand diagnostischer Proben der Risikogruppe 2 eine Verpackung entsprechend der Verpackungsvorschrift 650 der IATA-DGR (International Air Transport Association - Dangerous Goods Regulation) gefordert. Diese Verpackung muss zusätzlich eine Bauartkennzeichnung des Herstellers nach Abschnitt 6.0.4 IATA-DGR tragen und der Versand muss als Maxibrief mit einer Mindestkantenlänge von 30 mm erfolgen.

Zu Ihrer Information übersenden wir Ihnen als die entsprechende Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts im Epidemiologischen Bulletin Nr. 43 vom 24.10.2003.

In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass DHL World Wide Express die "Regelungen für die Postbeförderung von gefährlichen Stoffen und Gegenständen" für den nationalen Paketversand ebenfalls überarbeitet hat. In Postpaketen und -päckchen ist jedoch weiterhin nur der Versand solcher diagnostischer Proben zulässig, von denen bekannt ist, dass sie keine ansteckungsgefährlichen Stoffe der WHO-Risikogruppe 2, 3 oder 4 enthalten.