Aus aktuellem Anlass und der daraus resultierenden Dringlichkeit der Veröffentlichung wurde bereits der Beschlussentwurf dieser neuen TRBA vorab im Bundesarbeitsblatt (BArbBl.) bekannt gegeben. Die endgültige Bekanntmachung des Beschlusses sollte im Januarheft des BArbBl. erfolgen; dieser Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden. Unmittelbar nach der Beschlussfassung wird diese jedoch im Internet unter www.baua.de/prax/ abrufbar sein.

Milzbranderreger werden in die Risikogruppe 3 eingestuft; demnach müssen Laboratorien, in denen gezielte bzw. nicht gezielte Tätigkeiten der Schutzstufe 3 durchgeführt werden, mindestens den Anforderungen der Schutzstufe 3 nach Anhang II der Biostoffverordnung entsprechen und alle dort benannten Sicherheitsmaßnahmen erfüllen. Es ist sicherzustellen, dass die speziellen Fachkenntnisse, die für die sachgerechte Durchführung der Milzbranddiagnostik erforderlich sind, vorliegen. Darüber hinaus sind gezielte und nicht gezielte Tätigkeiten der Schutzstufe 3 zum Nachweis des Milzbranderregers bei der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Falls es aufgrund von bioterroristischen Anschlägen und dem damit erhöhten Probenumfang zu Kapazitätsengpässen in den auf die Milzbranddiagnostik spezialisierten Laboratorien kommen sollte, kann die zuständige Behörde im Einzelfall eine Ausnahme von den Anforderungen der Nr. 4.1 Abs. 1 (Laborausstattung) für die diagnostische Erstuntersuchung von verdächtigen Materialien erteilen. Diese Ausnahme sollte zeitlich befristet sein.