Nach der Novellierung der Strahlenschutzverordnung im Jahr 2001 wurde jetzt auch die Richtlinie "Strahlenschutz in der Medizin" (Richtlinie nach der Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung)) geändert und ist am 07.11.2002 im Bundesanzeiger Nr. 207 a veröffentlicht worden.

Die Richtlinie ist ebenfalls auf der Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (www.bmu.de) im Downloadbereich bereit gestellt.

Die neu veröffentlichte Richtlinie ersetzt die "Richtlinie für den Strahlenschutz bei der Verwendung radioaktiver Stoffe und beim Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen und Strahlungseinrichtung mit radioaktiven Quellen in der Medizin" vom 14.10.1992. Der Geltungsbereich der neuen Richtlinie "Strahlenschutz in der Medizin" erstreckt sich auf Regelungen zum Strahlenschutz in der Medizin im Bereich der Strahlenschutzverordnung und nicht auf Regelungen für Röntgeneinrichtungen und Störstrahler nach der Röntgenverordnung bzw. für die Tierheilkunde. Hier werden gesonderte Richtlinien erstellt.

Die Richtlinie "Strahlenschutz in der Medizin" harmonisiert Genehmigungsverfahren im Hinblick auf eine einheitliche Genehmigungspraxis der zuständigen Behörden sowie deren staatliche Aufsicht. Gleichzeitig soll sie dem Strahlenschutzverantwortlichen, dem Strahlenschutzbeauf-tragten und anderen Personen im Umgang mit radioaktiven Stoffen oder ionisierenden Strahlen als Information über notwendige Voraussetzungen zur fachkundigen Ausbildung sowie als Anleitung für den sorgsamen Umgang mit Radioaktivität - sowohl gegenüber dem Patienten als auch dem Beschäftigten - dienen.

Letztlich führt die Richtlinie aus, wie die Vorschriften der Strahlenschutzverordnung im Detail anzuwenden sind. Schwerpunktmäßig wird dabei auf die rechtfertigende Indikation, die Ausbildung des Personals und die Qualitätssicherung abgestellt.