Bereits 2001 hat die internationale Arbeitsorganisation (IAO = International Labour Organisation - ILO) einen Leitfaden zur freiwilligen Einführung von Arbeitsschutzmangementsystemen (AMS) verabschiedet, der von deutscher Seite maßgeblich mitgestaltet worden ist. Das Konzept dieses Leitfadens sieht eine Anpassung an nationale Gegebenheiten durch die Erarbeitung nationaler Leitfäden vor.

Im Bundesarbeitsblatt 1/2003 wurde nun der nationale AMS-Leitfaden veröffentlicht, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, die obersten Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und die Sozialpartner erarbeitet haben.

Ziel eines AMS ist es, den Arbeitsschutz in die betrieblichen Arbeitsabläufe zu integrieren und damit die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten und zu verbessern. Der Leitfaden soll als Orientierung für die Integration von AMS-Elementen in das gesamte Managementsystem einer Organisation dienen und zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitsschutzleistung führen.

Die Anwendung des Leitfadens ist freiwillig. Auch eine Zertifizierung durch Dritte ist nicht vorgesehen.

Neben Kriterien zur Organisation wie Zuständigkeit und Verantwortung, Qualifikation und Schulung, Dokumentation und Zusammenarbeit enthält der Leitfaden auch Hinweise zur Planung und Umsetzung eines AMS. Dazu zählen u.a. die Beurteilung und Vermeidung von Gefährdungen sowie Verbesserungsmaßnahmen.

Dem Leitfaden angehängt ist eine Tabelle zur Verknüpfbarkeit des Leitfadens mit
DIN EN ISO 14001:1996 und DIN EN ISO 9001:2000.

Der Leitfaden kann im Internet unter www.baua.de/prax/ams/leitfaden_ams.pdf heruntergeladen werden.