Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat sich zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI), der Bundesärztekammer, dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung sowie weiteren Berufsverbänden dafür eingesetzt, dass diese Regelungen der Deutschen Post AG dahingehend geändert werden, dass ein Versenden diagnostischer Proben wieder zulässig wird.

In umfangreichen Verhandlungen mit der Deutschen Post AG konnte man sich inhaltlich auf folgende Regelungen einigen:

  1. Beförderung von diagnostischen Proben der UN-Nummer 3373 bis einschließlich WHO-Risikogruppe 3 in Verpackungen gemäß der UN-Verpackungsanweisung P 650 als Maxibrief (Porto derzeit 2,20 €) und unter Nutzung des Nachtluftpostnetzes.

    Diagnostische Proben, die Erreger der WHO-Risikogruppe 4 enthalten könnten, sind weiterhin vom Postversand ausgeschlossen.
  2. Beförderung von "Kulturen für diagnostische und klinische Zwecke" (insbesondere aus diagnostischen Proben zur weiteren Diagnostik isolierte Kulturen) unter den gleichen Bedingungen.

    Die Beförderung von Kulturen ansteckungsgefährlicher Stoffe der UN-Nummer 2814 bzw. 2900 sind von der Postbeförderung ausgeschlossen.

Wirksam werden diese Regelungen erst nach ihrer Veröffentlichung als Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG. Wir werden Sie dann erneut darüber informieren.

Auch das RKI hat im Epidemiologischen Bulletin Nr. 14 vom 04.04.2003 Informationen über die geplanten Änderungen veröffentlicht.