Bereits im Jahre 1998 hat die Strahlenschutzkommission (SSK) Empfehlungen zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken bei der Anwendung magnetischer Resonanzverfahren veröffentlicht. Zwischenzeitlich haben sich die Möglichkeiten der Magnetresonanz-Bildgebung (MR-Bildgebung) stark erweitert. Insbesondere die neueren Verfahren zur schnellen Bildgebung führten dazu, dass die damals empfohlenen Richtwerte oft überschritten wurden. Dennoch wurde bei Patienten nach heutigen Kenntnisstand bei fachgerechter Anwendung keine Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch MR-Untersuchungen gefunden. Daher hat die SSK eine Überarbeitung ihrer Empfehlungen für erforderlich gehalten. Diese ist nun im Bundesanzeiger Nr. 72 am 12. April 2003 als Beilage veröffentlicht worden.

Die vorliegende Empfehlung zur sicheren Anwendung magnetischer Resonanzverfahren in der medizinischen Diagnostik ersetzt die Empfehlungen der SSK aus dem Jahre 1998. Zweck der Empfehlung ist es, Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung von Gesundheitsrisiken für die untersuchten Patienten durch die in der MR-Diagnostik angewendeten Felder sowie durch den beim schnellen Schalten der Gradientenfelder entstehenden Lärm festzulegen.

Die Empfehlung richtet sich sowohl an Hersteller von MR-Anlagen, Sicherheitsfachleute und Aufsichtsbehörden als auch an Anwender und Betreiber von MR-Anlagen.

Der Anwendungsbereich der Empfehlung erstreckt sich auf den Schutz von Personen (Patienten und Personal) und auf die zur Anwendung kommenden Expositionen (statische Magnetfelder, zeitlich veränderliche Magnetfelder, Hochfrequenzfelder und Lärm). Dabei werden in Anlehnung an den internationalen Standard drei Betriebsarten (Normalbetrieb, kontrollierter Betrieb und Forschungsbetrieb) definiert.

Neben einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen, in der insbesondere auf eine strenge Indikationsstellung für MR-Untersuchungen in der Schwangerschaft hingewiesen wird, enthält der Bericht auch Regeln für die Betreiber von MR-Anlagen bezüglich der

·         Anforderungen an das Personal, Aufgabenzuweisung und Unterweisung, Funktionsprüfung und sicherheitstechnische Kontrolle sowie

·         Führung und Aufbewahrung von Aufzeichnungen und Unterlagen (Patienten, Personal, MR-Anlage).