Die Kommission hat eine neue Empfehlung über Leitlinien in Bezug auf die Auswahl und Verwendung von Umweltleistungskennzahlen veröffentlicht.

In der Empfehlung werden drei Kategorien von Umweltleistungskennzahlen unterschieden: Operative Leistungskennzahlen, Managementleistungskennzahlen und Umweltzustandsindikatoren.

Operative Leistungskennzahlen beziehen sich auf die Aspekte, die mit dem Betrieb einer Organisation zusammenhängen. Sie beschreiben Input- bzw. Outputbezogen Stoff- und Energieströme wie z. B. Energieverbrauch, Abfallaufkommen, Kraftstoffverbrauch.

Managementleistungskennzahlen stellen dar, welche organisatorischen Aktivitäten das Management unternommen hat, um die für ein erfolgreiches Umweltmanagement notwendige Infrastruktur aufzubauen. Hierzu zählen z. B. Umweltprogramme, Standortbesichtigungen, Anzahl und Ergebnisse durchgeführter Umweltbetriebsprüfungen, Schulungen. Diese Zahlen sind interne Steuerungsinformationskennzahlen, geben jedoch alleine keine Auskunft über die tatsächliche Umweltleistung des Betriebes.

Umweltzustandsindikatoren beschreiben die Qualität der Umwelt in der Umgebung des Unternehmens, beispielsweise die Wassergüte eines nahe gelegenen Sees oder die regionale Luftqualität. Da der Zustand der Umweltmedien (Luft, Wasser, Boden) und daraus resultierende Umweltprobleme (z. B. Ozonloch, Treibhauseffekt, Bodenversauerung) von verschiedenen Einflüssen abhängen (z. B. Emissionen anderer Betriebe, private Haushalte, Verkehr) werden Daten über den Zustand der Umweltmedien in der Regel von staatlichen Stellen gemessen und registriert.

Diese drei Klassen von Umweltleistungskennzahlen sind allgemein anerkannt und sollten von den Organisationen in Kombination angewandt werden. Für kleinere Unternehmen bzw. für Organisationen mit nur geringen Umweltauswirkungen und einem recht einfachen Umweltmanagementsystem ist es in der Regel ausreichend, sich zunächst auf die Operative Leistungskennzahlen zu konzentrieren, da hier erfahrungsgemäß die größten Potentiale für ökologische und ökonomische Einsparpotentiale liegen.

Die Empfehlung der Kommission kann auch auf der Homepage des Amtsblattes der Europäischen Gemeinschaft unter http://europa.eu.int/eur-lex/de/oj/index-list.html unter Dokument L 184 vom 23.07.2003 abgerufen werden.