In den vergangen Monaten haben Lieferengpässe von Arzneimitteln zur Behandlung schwerster Erkrankungen erheblich zugenommen. Aufgrund ihres Versorgungsspektrums sind Krankenhäuser von Engpässen bei diesen Präparaten besonders betroffen. Durch erhöhte Anstrengungen der Kliniken haben Lieferausfälle der Industrie bisher noch nicht zu einer schwerwiegenden Beeinträchtigung der Patientenversorgung geführt. Angesichts der Häufung von Engpässen besteht aber die Gefahr, dass bei einer weiteren Verschärfung die Arzneimittelversorgung von schwerstkranken Patienten nicht mehr gewährleistet werden kann.

Die DKG hat sich deshalb aktuell mit einem Positionspapier an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, die Gesundheitsminister der Länder und das Bundesministerium für Gesundheit gewendet. Das Positionspapier besteht inhaltlich zum einen aus der Darstellung des derzeitigen Umfangs von Lieferengpässen einschließlich der für die Kliniken entstehenden Probleme. Grundlage dafür war eine Datenerhebung zum Ausmaß von Arzneimittelengpässen unter 19 Krankenhausapotheken bzw. rund 100 zu versorgenden Kliniken. Im zweiten Teil werden Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Reduzierung von Arzneimittel-Lieferengpässen ausgearbeitet und deren Umsetzung eingefordert. Im Kern fordert die DKG den Aufbau eines zentralen Melderegisters für Arzneimittelengpässe, die Erweiterung des gesetzlichen Bereitstellungsauftrags für Arzneimittelhersteller und den Aufbau einen behördlichen Risikomanagements zur Prävention von Arzneimittelengpässen.

Weitere Informationen bitten wir dem Schreiben (Anlage) und dem Positionspapier (Anlage) zu entnehmen.

Über die weitere Entwicklung werden wir zeitnah informieren.