Da von Krankenkassenseite die Abrechnung von Thrombozytenkonzentraten in einigen Fällen beanstandet wurde, weisen wir außerdem darauf hin, dass die unterschiedlichen Zusatzentgelte für Apherese- und Pool-Thrombozytenkonzentrate nach dem DRG-Entgeltkatalog für 2012 weiterhin abrechnungsfähig sind.


Sehr geehrte Damen und Herren,

als Reaktion auf Medienberichte hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) als zuständige Zulassungsbehörde eine Stellungnahme zur Sicherheit von Pool-Thrombozytenkonzentraten (PTK) und Apherese-Thrombozytenkonzentraten (ATK) veröffentlicht. In der Stellungnahme kommt das PEI zu dem Fazit, dass beide in Deutschland zugelassenen Thrombozytenkonzentrate für die Versorgung der Patienten sicher und erforderlich sind. Außerdem werde die Sicherheit, wie bei allen durch das PEI zugelassenen Arzneimitteln, streng überwacht. Die Stellungnahme des PEI vom 29.11.2011 finden Sie beigefügt (Anlage).

Nach Informationen der Geschäftsstelle wurden in der Vergangenheit außerdem Abrechnungen dieser Thrombozytenkonzentrate in einigen Fällen von Krankenkassen beanstandet. Darüber hinaus wurde von Krankenkassenseite ein Änderungsvorschlag zur Etablierung eines einheitlichen Zusatzentgelts für Apherese-Thrombozytenkonzentrate und Thrombozytenkonzentrate in das Vorschlagsverfahren zur Anpassung der Kodierrichtlinien für das Jahr 2012 eingebracht. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass diesem Änderungsvorschlag nicht gefolgt wurde und die unterschiedlichen Zusatzentgelte für die Gabe von Apherese-Thrombozytenkonzentraten (ZE 84) und die Gabe von Thrombozytenkonzentraten (ZE 94) nach dem DRG-Entgeltkatalog für 2012 weiterhin abrechnungsfähig sind.