Arzneimittel zur Behandlung der PAH sind nach den Vorgaben des § 73d SGB V ab dem Zeitpunkt zu verordnen bzw. bei der erstmaligen Behandlung im Krankenhaus einzusetzen, sobald im jeweiligen Zuständigkeitsbereich einer Kassenärztlichen Vereinigung die notwendigen Verfahrensvoraussetzungen geschaffen wurden. Nach aktueller Auskunft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurde das sog. Zweitmeinungsverfahren bisher in den KV-Bezirken Bremen, Saarland, Nordrhein und Niedersachsen umgesetzt. In den KV-Bezirken Thüringen und Baden-Württemberg ist die Umsetzung in Planung.

Die angekündigten Verfahrenserweiterungen um besondere Arzneimittel zur Behandlung des metastasierten kolorektalen Karzinoms sowie zur Behandlung des metastasierten und/oder fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms befinden sich aktuell noch in der Auswertung des Stellungnahmeverfahrens durch den G-BA. Die DKG hat bereits darüber informiert, dass das BMG Eckpunkte zur Reform der Arzneimittelversorgung veröffentlicht hatte, nach denen verschiedene Instrumente zur Arzneimittelregulierung auf ihre Notwendigkeit hin überprüft werden sollen. Dabei wird ausdrücklich auch das sog. Zweitmeinungsverfahren genannt, so dass aktuell noch nicht absehbar ist, ob eine Ausweitung des Verfahrens auf diese beiden Indikationsgebiete mit hohem Patientenaufkommen tatsächlich erfolgen wird.