Mit dem GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) wurde öffentlichen Apotheken durch den in das Apothekengesetz (ApoG) neu aufgenommenen §11a ApoG unter bestimmten Bedingungen der Versandhandel und der elektronische Handel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln erlaubt.

Die vorliegende Verordnung umfasst Änderungen der Apothekenbetriebsordnung und der Pharma-Großhandelsbetriebsverordnung sowie eine Arzneimittel-Webseiten-Verordnung; sie zielt darauf ab, die Arzneimittelsicherheit und den Verbraucherschutzes beim Versandhandel und elektronischen Handel mit Arzneimitteln zu erhöhen. Mit der Verordnung werden zusätzlich zu den in Artikel 21 des GMG bzgl. der Apothekenbetriebsordnung (ApoBetrO) bereits getroffenen Änderungen folgende Punkte näher geregelt:

1. Versand einschließlich Transport und Aushändigung der Arzneimittel

2. Ausschluss bestimmter Arzneimittelgruppen vom Versandhandel und elektronischen Handel mit Arzneimitteln

3. Gestaltung von Webseiten beim elektronischen Handel mit Arzneimitteln.

Wenngleich Krankenhausapotheken von dieser Verordnung nicht unmittelbar betroffen sind, könnte sich zukünftig durch die mit der jüngsten ApoG-Novelle verfolgte überregionale Arzneimittelversorgung der Krankenhäuser Relevanz ergeben. Zudem besteht für Krankenhäuser mit §14 Abs. 5 ApoG auch bereits in der derzeitigen Fassung des Apothekengesetzes die Möglichkeit, sich von einer öffentlichen Apotheke mit Arzneimitteln versorgen zu lassen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, uns bis zum 30. November 2004 Anregungen zum vorliegenden Verordnungsentwurf zu übermitteln, die in eine entsprechende Stellungnahme der DKG aufgenommen werden könnten.