Einbezogen sind beispielsweise Knochen, Knorpel, Arterien, Herzklappen, Augengewebe (Hornhaut, Lederhaut), Hautzellen (Keratinozyten), Pankreas- oder Leberzellen, fötales Gewebe und (hämatopoetische) Stammzellen, unabhängig davon ob es sich um eigene (autologe) oder fremde (allogene) Zellen und Gewebe handelt.

Von dem EU-Richtlinien-Vorschlag ausgenommen sind Blut und Blutbestandteilen, die in einer eigenen Richtlinie geregelt werden sollen und Organe, die ohne weitere Verarbeitung als Gesamtorgan oder partiell transplantiert werden. Auch Gewebe und Zellen, die innerhalb ein und desselben chirurgischen Eingriffs als autologes Transplantat verwendet werden (z.B. Hauttransplantate, Venen oder Arterien bei Bypass-Operationen) sind von diesem EU-Richtlinien-Vorschlag nicht betroffen.

Diskussionswürdig sind aus Sicht der DKG-Geschäftsstelle u.a. folgende Punkte:

·                    Vorgesehene Zulassungs- und Inspektionsmechanismen von Einrichtungen zur Gewebebeschaffung und von "Gewebebanken"

·                    Finanzielle Auswirkungen (administrativer Aufwand, 24h-Bereitschaft der "Gewebebanken" etc.)

·                    Konsequenzen für die Patientenversorgung, da der EU-Richtlinien-Vorschlag nicht zwischen Anforderungen für Gewebe oder Zellen, die durch eine Mangelsituation in der Versorgung gekennzeichnet sind (wie beispielsweise menschliche Herzklappen, hämatopoetische Stammzellen, Pankreas(insel)zellen), und Gewebe und Zellen, die (derzeit) ausreichend vorhanden sind (Knochen, Keratinozyten, etc), differenziert

Die DKG wird hierzu gegenüber dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) eine Stellungnahme abgeben.