Die Verordnung setzt die entsprechenden Vorgaben der EU-Patientenrichtlinie in nationales Recht um und regelt die gegenseitige Anerkennung von ärztlichen Verschreibungen innerhalb der Europäischen Union, sowie den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz. Danach sind Verschreibungen aus diesen Ländern den aus Deutschland stammenden Verschreibungen gleichgestellt, sofern sie die in der Verordnung festgelegten Angaben enthalten und dadurch ihre Authentizität und Ausstellung durch eine berechtigte ärztliche Person nachweisen.

Die Verordnung ändert die Arzneimittelverschreibungsverordnung und legt insbesondere fest, welche zusätzlichen Angaben Verschreibungen enthalten müssen, die zur Einlösung in einem anderen Mitgliedsstaat bestimmt sind. Sind Verschreibungen von Arzneimitteln von vornherein zur Einlösung in einem anderen Mitgliedsstaat bestimmt, sind über die Inhalte des Verschreibungsvordrucks (Muster 16) hinaus folgende Angaben auf der Verschreibung erforderlich: Die Telefon- oder Telefaxnummer unter Angabe der Ländervorwahl und die E-Mail Adresse der verschreibenden Person sowie Angaben zur Dosierung des Arzneimittels. Für die Verschreibung von Medizinprodukten, die zur Einlösung in anderen Mitgliedsstaaten bestimmt sind gelten analoge Vorgaben zur Angabe der Kontaktdaten.

Im Rahmen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung können insbesondere in grenznahen Gebieten auch Krankenhäuser im Rahmen der ambulanten Versorgung verstärkt entsprechende Verschreibungen, die zur Einlösung in einem anderen Mitgliedsstaat bestimmt sind, ausstellen.

Die Verordnung, sowie die amtliche Begründung finden Sie beigefügt (Anlagen).