Das Register soll insbesondere Lieferengpässe von Arzneimitteln listen, die überwiegend zur Behandlung lebensbedrohlicher oder schwerwiegender Erkrankungen angewendet werden und Arzneimittel, für die keine Alternativpräparate zur Verfügung stehen. Dies sind insbesondere Onkologika, Antibiotika, Notfallarzneimittel und Arzneimittel, die im Zusammenhang mit Operationen zum Einsatz kommen. Das Register ist seit dem 26. April 2013 freigeschaltet. Bisher wurden dort fünf Arzneimittel gelistet. In schwerwiegenden Fällen werden ergänzende Hinweise und Handlungsempfehlungen zur Verfügung gestellt. Wir empfehlen den Kliniken und Krankenhausapotheken regelmäßig auf diese Informationen zurückzugreifen. Das Register finden Sie auf den Internetseiten des BfArM unter dem Link:

( http://www.bfarm.de/DE/Pharmakovigilanz/Lieferengp/lieferengp-node.html)

Mit der Einrichtung des Registers beim BfArM wird eine zentrale Forderung der DKG in den Diskussionen um die Problematik von Arzneimittel-Lieferengpässen umgesetzt. Eines der gravierendsten Probleme bei Lieferengpässen für die Kliniken waren bisher die fehlenden Informationen durch die Hersteller. Allerdings beruhen die Meldungen der Hersteller an das BfArM zunächst lediglich auf freiwilliger Basis. Es ist deshalb fraglich, ob Hersteller sämtliche relevanten Informationen über Lieferengpässe dem BfArM melden werden. Das BMG hat aber in mehreren Gesprächsrunden zur Thematik der Lieferengpässe deutlich gemacht, dass die Einrichtung eines Registers auf zunächst freiwilliger Basis lediglich ein erster Schritt zur Eindämmung der Problematik der Lieferengpässe ist und aufmerksam geprüft werde, inwieweit zusätzliche Maßnahmen zur Abwendung von Lieferengpässen notwendig sind. Dazu wurden weitere Gespräche mit den beteiligten Verbänden angekündigt.

Für diese weiteren Gespräche mit dem BMG zur Thematik der Lieferengpässe bitten wir insbesondere die Krankenhausapotheken um Hinweise an die DKG-Geschäftsstelle (Herr Ziegler, c.ziegler@dkgev.de), falls relevante Lieferengpässe in den Kliniken auftreten, diese aber nicht von den Herstellern an das BfArM gemeldet wurden.

Eine Pressemitteilung des BMG zur Einrichtung des Registers (Anlage) und einen Auszug aus der Internetseite des BfArM (Anlage) sind beigefügt