Nach § 15 BtMVV gibt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die amtlichen Formblätter für das Verschreiben und für den Nachweis von Verbleib und Bestand von Betäubungsmitteln heraus und macht sie im Bundesanzeiger bekannt. Mit Wirkung zum 16.02.2013 ist nun eine Neufassung der Bekanntmachung zur Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) in Kraft getreten (siehe Anlage).

Wesentlicher Gegenstand der Neufassung der Bekanntmachung ist die Neugestaltung der Betäubungsmittelrezeptformulare (BtM-Rezepte), bezüglich der Betäubungsmittel-anforderungsscheine, Karteikarten und des Betäubungsmittelbuchs sind keine Änderungen vorgenommen worden.

Das Format der BtM-Rezepte wird grundsätzlich beibehalten. Es besteht aus einem dreifachen Belegsatz, dessen erstes (oberstes) Blatt ist der für die Apotheke zur Verrechung bestimmte Teil II, das zweite (mittlere) Blatt ist der bei der/dem Verschreibenden verbleibende Teil III und das dritte (unterste) Blatt ist der in der Apotheke verbleibende Teil I. Die Randleiste, an der die 3 Rezeptblätter befestigt sind, befindet sich bei den neuen BtM-Rezepten an der linken Seite. Dies könnte die Bedruckung der Rezepte beeinflussen, da bei den alten BtM-Rezepten, die Randleiste rechts ist. Die zu beschriftenden Felder wurden, soweit möglich, an das aktuelle Muster 16 (Kassenrezept-Formular) angepasst. Die neuen BtM-Rezepte tragen eine deutlich sichtbare, fortlaufende, 9-stellige Rezeptnummer, mit der sie der/dem Verschreibenden eindeutig zugeordnet werden können, sowie weitere Sicherheitsmerkmale.

Am Verfahren für die Nachbestellung von BtM-Rezepten ändert sich nichts. Das BfArM weist darauf hin, dass die neuen Rezepte ab dem 4. März 2013 ausgegeben werden. Die bisherigen Rezepte behielten aber bis 31.12.2014 ihre Gültigkeit und sollen verwendet werden, bis sie vollständig aufgebraucht sind. Auf keinen Fall sollen alte BtM-Rezepte unaufgefordert an die Bundesopiumstelle zurückgesandt werden. In jeder Lieferung finde sich ein Sendungsbeleg, dem der Nummernkreis der gelieferten BtM-Rezepte zu entnehmen sei. Dieser Sendungsbeleg solle unbedingt aufbewahrt und der ärztlichen BtM-Dokumentation beigefügt werden. Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte auch den Hinweisen des BfArM (siehe Anlage).