Gemäß § 8 Abs 1 IfSG sind Leiter von Laboren (Medizinaluntersuchungsämter, private oder öffentliche Untersuchungsstellen, Krankenhauslabore) zur Meldung von Infektionskrankheiten verpflichtet, sobald die Nachweise auf eine akute Infektion hinweisen. Meldepflicht besteht auch dann, wenn in einem Speziallabor Befunde erhoben werden, die über die bereits vom Primärlabor erhobenen und gemeldeten hinausgehen. Werden gleiche Befunde bestätigt, besteht die Meldepflicht nur dann nicht, wenn dem zweiten beteiligten Labor ein schriftlicher Nachweis über die erfolgte Meldung durch das erste Labor vorliegt.

Das RKI empfiehlt für die praktische Umsetzung, gemeinsam mit den einsendenden Laboren nach Lösungen für eine zuverlässige und unkomplizierte Einhaltung der Meldeverpflichtungen zu suchen.