Im Jahre 1996 wurde durch das nationale Referenzzentrum für die Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ) mit dem Aufbau eines Surveillance-Systems begonnen. Dieses Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System (KISS) ist zur Zeit in sechs Modulen etabliert (ITS-Kiss, DEVICE-KISS, NEO-KISS, ONKO-KISS, OP-KISS und AMBU-KISS) und wird von über 300 Krankenhäusern genutzt. In der Ausgabe "das Krankenhaus" vom Februar 2005 wurde umfassend über den aktuellen Stand des KISS informiert. Vorteile im Rahmen einer Teilnahme am KISS manifestieren sich nicht nur in die rückläufigen Raten von nosokomialen Infektionen sondern insbesondere in den damit verbundenen Einsparungen u.a. bei den Medikamenten. Von Seiten der Autoren wird hervorgehoben, dass die zuvor genannten  Einspareffekte sich bereits im zweiten Jahr der Teilnahme einstellen.
Weiterführende Informationen insbesondere zu Beratung, Schulung, Fort- und Weiterbildung zur Surveillance von nosokomialen Infektionen, der Interpretation der Surveillance-Daten und den gemachten Erfahrungen vor Ort finden sich in oben genannten Artikel sowie auf der Homepage des NRZ unter www.nrz-hygiene.de.

Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung bewertet KISS als ein herausragendes System zur systematischen Bearbeitung dieser Fragestellung. Auf Basis der Beratungen innerhalb der DKG-Gremien unterstützt die Geschäftsstelle eine flächendeckende Anwendung dieses Verfahrens.