• "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums" und
     
  • "Anforderungen der Hygiene an die baulich-funkionelle Gestaltung und apparative Ausstattung von Endoskopieeinheiten"

veröffentlicht worden.

Diese können auch im Internet auf der Webseite des RKI abgerufen werden.

Die Empfehlungen ersetzen die entsprechenden Anlagen zu Ziffer 4.3.4 und Ziffer 5.1 der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, die seinerzeit im Bundesgesundheitsblatt (30/1987, Nr. 4 und 31/1988, Nr. 11) veröffentlicht worden sind. Insbesondere die Empfehlung "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischen Zusatzinstrumentariums" konkretisiert die vom RKI veröffentlichten "Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten".

In den Empfehlungen werden differenzierte Hygieneanforderungen an Endoskope und endoskopisches Zusatzinstrumentarium gestellt. So werden Endoskope als semikritische Instrumente, die Schleimhäute berühren, eingestuft und müssen einer High-Level-Desinfektion unterzogen werden. Da hingegen werden endoskopische Zusatzinstrumente (wie z. B. Biopsiezangen, Injektionsnadeln, Schlingen usw.) als kritische Instrumente, die Schleimhäute penetrieren, eingestuft. Diese müssen steril zum Einsatz kommen. Injektionsnadeln sind grundsätzlich als Einweg-Medizinprodukte einzusetzen, da eine Aufbereitung von kontaminierten Injektionsnadeln technisch schwierig ist und ein hohes Infektionsrisiko birgt.

Im Anhang zu den Empfehlungen werden praxisorientierte Checklisten für manuelle, teilmaschinelle und maschinelle Aufbereitungen der Endoskope und des endoskopischen Zusatzinstrumentariums sowie Hinweise zur Hygiene und mikrobiologischen Kontrolle der Endoskopieaufbereitung und zum Personalschutz in der Endoskopie angeführt.