Zwar ist nach Aussage des Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko, dass Reisende die Krankheit nach Deutschland oder Europa mitbringen, nach wie vor gering, es ist aber nicht auszuschließen. Daher sollten sich alle Krankenhäuser auf den Umgang mit einzelnen infizierten / erkrankten Patienten vorbereiten und notwendige Prozeduren und Abläufe festlegen und ggf. simulieren (z.B. die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst).

Ärzte sollten bei Reiserückkehrern mit entsprechenden Symptomen eine Ebola-Infektion in Betracht ziehen. Eine vom RKI erstellte Übersicht zeigt die Gebiete in Afrika, in denen es nach aktuellem Kenntnisstand zu Kontakten mit Ebolafieber-Fällen oder -Verdachtsfällen, bzw. zu an Ebolafieber Verstorbenen kommen kann (http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Ebolagebiete_inhalt.html).

Ein begründeter Verdacht auf eine Ebolavirus-Erkrankung liegt vereinfacht gesagt nur bei Personen vor, die in den letzten 21 Tagen aus Gebieten mit Ebola-Erkrankungen eingereist sind, mindestens Fieber haben UND vor Ort Kontakt zu Ebolavirus-Erkrankten oder Verstorbenen, indirekt mit deren Körperflüssigkeiten oder kranken Tieren gehabt haben (Details siehe Fluss-Schema, http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/EbolaSchema.html).

Für das seuchenhygienische Management in Deutschland gibt es ein Netzwerk von Kompetenz- und Behandlungszentren (STAKOB), die auf den Umgang mit hoch kontagiösen, lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten spezialisiert sind und deren Geschäftsstelle beim RKI angesiedelt ist (http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stakob_node.html).

Für die Beratung in speziellen infektionsepidemiologischen Fragestellungen, z.B. der Besprechung möglicher Verdachtsfälle, steht im RKI für die Fachöffentlichkeit eine 24-stündige Rufbereitschaft zur Verfügung, die über die Telefonzentrale (030 / 18754-0) erreichbar ist.

Weitergehende Informationen finden sich auf den regelmäßig aktualisierten Seiten des RKI unter www.rki.de/ebola sowie unter http://www.abig.rki.de/ABiG/DE/Home/Homepage_node.html.

Für Fragen zur Diagnostik sind das Bernhard-Nocht-Institut (BNI) in Hamburg als Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger und das Institut für Virologie der Universität Marburg als Konsiliarlabor für Filoviren erste Ansprechpartner.

Für Notfälle existiert ein 24-stündiger Notdienst, der beim BNI über die Telefonzentrale erreichbar ist (040 / 42818-0), die Telefonnummer der Marburger Virologie (0177 / 3108-196) ist auf ihren Internetseiten (http://www.uni-marburg.de/fb20/virologie/diagnostik) abrufbar.