Im Epidemiologischen Bulletin Nr. 19 vom 13.05.2013 hat das Robert Koch-Institut einen Kommentar der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) zu Aspekten der mikrobiologischen Diagnostik im Rahmen der Prävention von nosokomialen Infektionen (Anlage) veröffentlicht.

Hintergrund waren verschiedene Nachfragen zur Rolle der Mikrobiologie im Rahmen einer einrichtungsspezifischen Krankenhaushygiene im Kontext der KRINKO-Empfehlung „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen“.

Kernaussage ist, dass in allen Krankenhäusern im Hinblick auf die Infektionsprävention eine enge Kooperation der Mitarbeiter des zuständigen mikrobiologischen Labors, der ggf. beschäftigten Infektiologen und der Mitarbeiter der Krankenhaushygiene bzgl. folgender Aspekte gewährleistet werden muss:

•    Schnelle Befundübermittlung an die Mitarbeiter der Krankenhaushygiene

•    Mindestens monatliche Übermittlung der Listen mit den zu erfassenden Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen (§ 4, Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b in Verbindung mit § 23 Abs. 4 IfSG)

•    Mitarbeit bei der Erkennung eines gehäuften Auftretens von Krankheitserregern (Cluster-Erkennung)

•    Regelmäßige (mindestens 1-mal jährlich) bereichsweise Übermittlung der Erreger- und Resistenzstatistik

•    Mitarbeit bei der Festlegung des Vorgehens bei Verdacht auf einen signifikanten Anstieg bestimmter Infektionen bzw. Erreger

•    Mitarbeit bei antimikrobieller Therapieberatung

Die Begründungen zu diesen Forderungen entnehmen Sie bitte der beigefügten Anlage selbst.