Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 18.08.2011 die Veröffentlichung des Qualitätsreports 2010 beschlossen. Dem Qualitätsreport liegen die bundesweiten Qualitätsdaten der Krankenhäuser aus dem Jahr 2010 zugrunde. In 30 Leistungsbereichen wurden ca. 400 Qualitätsindikatoren berechnet.

Der Qualitätsreport 2010 kann ab Anfang September auf den Internetseiten des AQUA-Instituts unter www.sqg.de/themen/qualitaetsreport heruntergeladen oder als Druckexemplar bestellt werden.

Der Qualitätsreport 2010 bezieht sich auf die mit Beschluss des G-BA vom 21.07.2011 veröffentlichte Bundesauswertung 2010, wobei für ausgesuchte Qualitätsindikatoren eine Kommentierung der Ergebnisse mit Unterstützung der Bundesfachgruppen erfolgt. Am 21. September 2011 erfolgt die G-BA-interne Ergebnispräsentation durch Vertreter der Bundesfachgruppen und AQUA; ausgewählte Ergebnisse werden zudem auf der G-BA Konferenz am 28.11.2011 der Öffentlichkeit präsentiert.

Betrachtet man die tendenzielle Veränderung der Versorgungsqualität von 2009 auf 2010 in den 30 Leistungsbereichen, so kann zusammenfassend festgestellt werden, dass die Versorgungsqualität in nahezu allen Leistungsbereichen gleich gut geblieben ist und teilweise erneut verbessert werden konnte. Lediglich in 2 Leistungsbereichen finden sich insgesamt 8 Qualitätsindikatoren mit negativer Tendenz zum Vorjahr, wobei für die neuen Leistungsbereiche naturgemäß noch kein Vorjahresvergleich ausgewiesen ist. Die Anzahl der Indikatoren, in denen die Bundesfachgruppen besonderen Handlungsbedarf sehen, hat sich von 21 (2009) auf 9 (2010) drastisch reduziert.

In vielen Leistungsbereichen ist aus Sicht der Bundesfachgruppen ein Einbezug der Daten aus dem prä- und poststationären Bereich angezeigt, insbesondere in den Bereichen, bei denen die Diagnostik im ambulanten Sektor liegt (z.B. Mammachirurgie) oder wo die langfristige Beurteilung der Versorgungsqualität nur über eine Zusammenführung der Daten des stationären Aufenthaltes und der ambulanten Versorgung erfolgen kann (z.B. im Bereich der Endoprothetik). Weiterentwicklungsbedarf wird ferner in der Einbindung der Patientenperspektive unter Einbezug von Lebensqualitätsaspekten und partizipativer Entscheidungsfindung gesehen.

Mit G-BA Beschluss vom Mai 2011 wurde festgelegt, dass die Krankenhäuser die vom AQUA Institut zur Veröffentlichung empfohlenen Indikatoren in ihren Qualitätsberichten zu veröffentlichen haben. Zukünftig werden, bezogen auf das Erfassungsjahr 2010, etwa die Hälfte (182) aller Indikatoren des gesamten Verfahrens auf Krankenhausebene veröffentlicht. Der diesem Beschluss zugrundeliegenden Schnellprüfung von AQUA wird im Qualitätsreport unter „öffentliche Berichterstattung“ ein eigenes Kapitel gewidmet.
Ebenfalls neu aufgenommen wurde im Kapitel „Strukturierter Dialog“ eine differenzierte Darstellung der aufgrund rechnerischer Auffälligkeiten eingeleiteten Maßnahmen pro Leistungsbereich. Diese Darstellung wurde dem Abschlussbericht von AQUA über den Strukturierten Dialog gemäß § 15 Abs. 2 der QSKH-RL entnommen, und bezieht sich auf das Erfassungsjahr 2009. Die Abschlussberichte über den Strukturierten Dialog und über die Datenvalidierung zum Erfassungsjahr 2009, die erstmals auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, finden sich auf der Homepage von AQUA unter
www.sqg.de/themen/datenvalidierung/datenvalidierung-berichte www.sqg.de/themen/strukturierter-dialog/berichte-strukturierter-dialog.