Das Positionspapier nimmt eine Standortbestimmung unter Verweis auf die in den Krankenhäusern bereits etablierten Qualitätssicherungsmaßnahmen vor. Qualitätssicherung mit Abrechnungsdaten wird – unter klar definierten Voraussetzungen - als eine Ergänzung zur bestehenden Qualitätssicherung im Krankenhaus akzeptiert.

Die Informations- und Entscheidungshilfe verschafft einen Überblick über die bekanntesten Projekte und Portale zum Thema und liefert anhand einer Checkliste eine Möglichkeit zu ihrer Beurteilung.

Hintergrund

Die DKG-Gremien hatten in der Vergangenheit mehrfach zum Thema beraten. Vorübergehend war es auch zur Einrichtung einer diesbezüglichen Arbeitsgruppe beim Gemeinsamen Bundesausschuss gekommen. Die Beratungen waren dort aber zunächst wieder ausgesetzt worden, da es letztlich keine gesetzliche Grundlage für eine Verwendung von Abrechnungsdaten („Routinedaten“) für Qualitätssicherungszwecke gab.

Durch eine Änderung der Gesetzeslage (§ 21 Abs. 3a KHEntgG; § 299 SGB V) hat das Thema in jüngerer Zeit wieder an Dynamik gewonnen. Sowohl Kassenseite als auch Krankenhausträger haben mittlerweile eine Vielzahl an Qualitätssicherungs-Projekten und -Internetportalen entwickelt, die Qualitätsindikatoren aus Abrechnungsdaten („Routinedaten“) verwenden.

Der DKG-Fachausschuss für Personalwesen und Krankenhausorganisation und die DKG-Kommission Qualitätssicherung hatten sich daher dafür ausgesprochen, die Krankenhäuser argumentativ zu wappnen, damit sie einseitigen Interpretationen Dritter gewachsen sind. Die Definitionshoheit, die Interpretationshoheit und die Datenhoheit der Qualitätssicherung von Krankenhausleistungen dürfe nicht aus der Hand gegeben werden. Eine DKG-Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung mit Abrechnungsdaten (Routinedaten)“ hat daraufhin die beigefügten Papiere erarbeitet.