Die Krankenhausbefragung richtet sich im Sinne einer repräsentativen Vollerhebung an jedes Krankenhaus in Deutschland mit mehr als 50 Betten. Sie zielt darauf ab, einerseits einen repräsentativen Überblick über den Einführungsstand von klinischem Risikomanagement (kRM) in deutschen Krankenhäusern zu erhalten und andererseits die Weiterentwicklung auf diesem Gebiet zu fördern. Die Teilnehmer erhalten auf Wunsch kostenfrei eine individuelle Auswertung, die den Einführungsstand des kRM im Vergleich zu Häusern von ähnlicher Größe und Versorgungstyp aufzeigt.

Die operative Planung und Durchführung der Befragung liegt beim Deutsches Krankenhaus-Institut e.V. (DKI), das unter anderem als Vertrauensstelle fungiert und die Anonymisierung der Befragungsteilnehmer gewährleistet. Das DKI wird den Krankenhäusern den Fragebogen direkt zuleiten. Dieser kann wahlweise postalisch oder online beantwortet werden.

Der Fragebogen enthält unter anderem folgende Themenschwerpunkte:

• Strategien, Ziele und Strukturen des kRM,
• Nutzung externer Unterstützung und Beratung,
• Methoden der Risikoinformationssammlung, speziell CIRS (Critical Incident Reporting System),
• Verfahren der Analyse von klinischen Risiken,
• Verbesserungs- und Fortbildungsbedarf und
• erkannte klinische Risikoschwerpunkte.

Die Gesamtergebnisse werden durch das IfPS publiziert und zum Ende des 3. Quartals 2010 vorliegen. Der AOK-Bundesverband finanziert die Studie im Rahmen seines Engagements in Sachen Patientensicherheit. Es wird ausdrücklich betont, dass dies nicht mit einer Dateneinsichtsmöglichkeit verknüpft ist.

Die DKG möchte abschließend darauf hinweisen, dass zwischen klinischem Risikomanagement und Qualitätsmanagement des Krankenhauses in Methodik und Zielsetzung viele Überschneidungen bestehen. Generell sollte daher nicht der Eindruck entstehen, dass das klinische Risikomanagement notwendigerweise Parallelstrukturen zum QM erfordert oder übergeordnet zum Qualitätsmanagement des Krankenhauses zu etablieren ist. In welchen organisatorischen Kontext Maßnahmen des klinischen Risikomanagements eingebettet sind, ist abhängig unter anderem von Größe und Struktur des jeweiligen Krankenhauses und liegt in der Entscheidungshoheit des jeweiligen Krankenhausträgers.