Die hierbei beschlossenen Leistungsbereiche (Katarakt, Konisation, Perkutane transluminale Koronarangioplastie PTCA, Kolorektales Karzinom) betreffen nunmehr Leistungen, die sowohl im ambulanten als auch stationären Sektor erbracht werden.

Weiterhin hatten wir Sie mit Rundschreiben Nr. 18/2010 vom 14.01.2010 über die erste Ausschreibung des AQUA-Instituts zur Teilnahme am Panelverfahren im Leistungsbereich PTCA informiert. Dieses Verfahren setzt AQUA zur Entwicklung von geeigneten Qualitätssicherungsindikatoren ein. Hierbei beraten und entscheiden Fachexperten und Patientenvertreter in einem mehrstufigen Verfahren über die Auswahl und Neuentwicklung geeigneter Indikatoren zur Qualitätssicherung. Obwohl die Arbeitsgrundlagen in Form des Methodenpapiers vom AQUA-Institut bisher durch den G-BA nicht abgenommen sind, hatte die DKG zur Teilnahme am Panelverfahren aufgerufen, um eine angemessene Anzahl von Fachexperten aus dem stationären Sektor sicher zu stellen.

Aktuell lädt das AQUA-Institut zur Teilnahme an einem sog. „Scoping Workshop Kolorektales Karzinom“ ein (Anlage). Ein „Scoping Workshop“ ist im Methodenpapier durch das AQUA-Institut bisher nicht dargestellt. Seitens der ausführenden Institution (Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg) wurde mitgeteilt, dass es sich hier um ein zusätzliches Verfahren handele, bei dem Fachexperten die Möglichkeit gegeben werden soll, aus Ihrer Sicht wichtige Aspekte im betreffenden Versorgungsbereich darzustellen. Die Ergebnisse würden dann in einem späteren Experten-Panelverfahren genutzt. Man habe sich beim Kolorektalen Karzinom zu einem solchen Weg entschieden, da der Leistungsbereich und die möglichen Leistungsaspekte deutlich umfangreicher seien, als bei den anderen bisher beauftragten Leistungsbereichen.