Der G-BA hat am 21.12.2017 Änderungen für die Richtlinie zur einrichtungs- und sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (Qesü-RL) beschlossen, die wir Ihnen hiermit zur Kenntnis geben. Der Beschluss ist unter folgender Adresse im Internet abzurufen:

https://www.g-ba.de/downloads/39-261-3175/2017-12-21_Qesue-RL_Anpassung-Follow-Up.pdf

Diese Änderungen betreffen zum einen das im Jahr 2017 begonnene Verfahren „Nosokomiale Infektionen – postoperative Wundinfektionen“. Die Nachbeobachtungszeit für Traceroperationen mit Implantat wurde hierbei von 365 auf 90 Tage verkürzt. Der G-BA folgt damit dem Vorschlag des IQTIG, die Nachbeobachtungszeit den geänderten Definitionen des „Center for Disease Control and prevention“ (CDC) für nosokomial erworbene Infektionen anzupassen, denen sich auch das nationale Referenzzentrum für die Sureillance nosokomialer Infektionen (NRZ) als auch das European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) inzwischen angeschlossen hatten. Damit können auch für diese Traceroperationen die Fälle ein Jahr früher, nämlich im dem auf das Erfassungsjahr folgenden übernächsten Jahr (Erfassungsjahr + 2) ausgewertet werden. Die weiteren wesentlichen Änderungen betreffen die Grenzwerte für die Strahlendosis zur Indikatorauswertung. Diese Grenzwerte wurden den geänderten Empfehlungen zu den diagnostischen Referenzwerten für diagnostische und interventionelle Röntgenanwendungen vom Bundesamt für Strahlenschutz vom 15. Juli 2016 angeglichen.