1. Bayley II:
Sowohl für Level 1 als auch Level 2 wird die Forderung der Durchführung einer Bayley-II-Untersuchung durch die Forderung einer entwicklungs-neurologischen Nachuntersuchung anhand eines etablierten Untersuchungsscores zum Beispiel nach Bayley II, Griffith oder Denver ersetzt. Somit wird eine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Untersuchungsverfahren eröffnet. Unverändert bleibt die Gültigkeit dieser Untersuchung für alle Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht ≤ 1.500g und einem Geburtsdatum ab 01.01.2006 sowie die Forderung der Teilnahme an der 2-Jahres-Untersuchung von mindestens 80% oder des Nachweises über die zeitgerechte Einbestellung von über 90% der betroffenen Frühgeborenen. Änderungen ergeben sich dementsprechend in der Anlage 1 Level 1 A Nr. 10 dritter Spiegelstrich, Level 2 A Nr. 8 dritter Spiegelstrich sowie in der Checkliste Level 1 Nr. 4.4 und Level 2 Nr. 4.4.

2. Externe Infektionssurveillance:
Hier erfolgte eine Angleichung der Formulierungen von Checkliste und Anlage 1 durch Aufnahme der Formulierung "Externe Infektionssurveillance für Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht ≤ 1.500g (zum Beispiel NEO-KISS)". Somit findet auch hier keine Festlegung auf ein spezifisches Verfahren statt. Entsprechende Änderungen ergeben sich in Anlage 1 Level 1 A Nr. 10 zweiter Spiegelstrich und Level 2 A Nr. 8 zweiter Spiegelstrich sowie in der Checkliste Level 1 Nr. 4.3 und Level 2 Nr. 4.3.

3. Ärztliche Leitung:
Um zu verdeutlichen, dass die ärztliche Leitung der neonatologischen Intensivstation sowie der Geburtshilfe nicht nur vom Chefarzt, sondern auch von einem anderen Arzt in leitender Funktion der jeweiligen Abteilung (Oberarzt, Sektionsleiter) übertragen werden kann, wurden redaktionelle Änderungen in Anlage 1 Level 1 A Nr. 1 und 2 und Level 2 A Nr. 1 und 2 sowie in der Checkliste Level 1 Nr. 1.1.1 und Nr. 1.2.1 und Level 2 Nr. 1.1.1 und Nr. 1.2.1 vorgenommen.

4. Übergangsregelung für Wand-an-Wand-Lokalisation in Level 2:
Die Übergangsregelung wurde von 3 auf 4 Jahre verlängert.

5. Ärztlicher Dienst in Level 2:
Hier wurden nach kontroversen Beratungen die bestehenden Anforderungen beibehalten. Es erfolgte lediglich eine Angleichung der Formulierungen von Checkliste und Anlage 1. Entsprechende Änderungen ergeben sich in Anlage 1 Level 2 Nr. 5 sowie in der Checkliste Level 2 Nr. 1.2.2. Hierdurch wird verdeutlicht, dass die ärztliche Versorgung im neonatologischen Intensivbereich im Level 2 auch durch einen Bereitschaftsdienst erfolgen kann, der zwar nicht gleichzeitig für Routineaufgaben auf anderen Stationen oder Einheiten zur Verfügung steht, jedoch nicht planbare Aufgaben eines Bereitschaftsdienstes auf anderen pädiatrischen Stationen des Hauses erfüllen könnte, solange dieses die Arbeit im neonatologischen Intensivbereich zulässt. Hier ergeben sich individuelle Spielräume für die Krankenhäuser.

6. Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe:
Für den ärztlichen Leiter der Geburtshilfe wurde die Facharztbezeichnung gemäß der (Muster-)Weiterbildungsordnung (Stand: Januar 2006) der Bundesärzte-kammer ergänzt. Entsprechende Änderungen ergeben sich in Anlage 1 Level 1 Nr. 2 und Level 2 Nr. 2.

Die aktuelle Fassung der Vereinbarung über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 SGB V einschließlich der Anlage 1 und Anlage 2 ist seit heute auch auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de abrufbar.