In dem in Anlage beigefügten Bericht zieht dabei das IQWiG den Schluss, dass bei perkutanen koronaren Interventionen (PCI) nach aktueller Studienlage insgesamt kein klarer Zusammenhang zwischen der Menge der durchgeführten Eingriffe und der Ergebnisqualität erkennbar ist. Es wird betont, dass es bei Patienten mit akutem Herzinfarkt zwar Hinweise gibt, dass die Sterblichkeit während des Klinikaufenthaltes mit wachsender Zahl der Intervention sinkt, diese Aussage allerdings nur für die Prozedurenmenge pro Krankenhaus - jedoch nicht für die Menge pro Arzt - gilt. Da bei der PTCA inzwischen zum überwiegenden Teil ein Stent eingesetzt wird und diese Prozedur international unter dem Oberbegriff "PCI" firmiert, hat das IQWiG Studien zur PCI recherchiert und bewertet. Die dabei untersuchten Studien kommen nach Aussage des IQWiG zu widersprüchlichen Ergebnissen. Da die meisten Studien Patientendaten aus dem Ausland auswerteten, ist unklar, ob sich die Ergebnisse auf die deutsche Versorgung übertragen lassen. Die einzige Studie, die auf deutschen Daten basiert, liefert zumindest Hinweise, dass hierzulande die Ergebnisqualität mit der Prozedurenmenge zusammenhängen könnte.

Der umfangreiche Abschlussbericht ist auch auf den Seiten des IQWiG unter www.iqwig.de/index.348.html eingestellt.
Es ist beabsichtigt, in den Gremien des Gemeinsamen Bundesausschusses über das weitere Umgehen mit dem Antrag der Spitzenverbände der Krankenkassen zur Einführung einer Mindestmenge bei PTCA unter Berücksichtigung der Ergebnisse des IQWiG zu beraten. Die Geschäftsstelle der DKG wird kurzfristig über die Ergebnisse informieren.