In diesem Zusammenhang ist das zentrale Anliegen der Vertragspartner nach § 137 SGB V, die externe Qualitätssicherung zu verschlanken und praktikabler zu gestalten, berücksichtigt worden. Der bisherige Leistungsumfang der externen Qualitätssicherung wird deutlich reduziert. Dieser Punkt wurde wiederholt von der Krankenhausseite gefordert. Das Bundeskuratorium Qualitätssicherung hat am 14. Mai 2003 beschlossen, ab 2004 insgesamt 12 Leistungsbereiche aus der verpflichtenden Qualitätssicherung herauszunehmen; ferner wurde die bisherige Totalerfassung bei Gynäkologischen Operationen auf drei Tracerdiagnosen reduziert. Mit diesen Maßnahmen wird eine erhebliche Verringerung des Dokumentationsaufwandes für die Krankenhäuser erzielt.

Da sich die externe Qualitätssicherung bislang fast ausschließlich auf die operativen Fächer bezieht, wurde eine Konzeptentwicklung in Auftrag gegeben, im Jahr 2005 für den konservativen Bereich die Diagnose Pneumonie einzubeziehen.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den "BQS-News" sowie der Übersicht über die zukünftigen Leistungsbereiche.

Darüber hinaus hat die Selbstverwaltung entschieden, einen Qualitätssicherungsfilter als Auslöser für die Verpflichtung zur Qualitätssicherung zu entwickeln und damit eine neue Definition der einbezogenen Leistungen ab dem Verfahrensjahr 2004 vorzunehmen. Diese Entscheidung, nicht auf kostenhomogene DRGs zurückzugreifen, hat bereits richtungweisend Verfahrenvereinfachungen ermöglicht. Auf dieser Basis ist nun eine Entkopplung der bisher organisatorisch verknüpften Verfahrensabläufe

-        Entgelt

-        qualitätszusichernde Leistung

-        Zuschläge für die Qualitätssicherung

-        Abschläge für nicht vorgenommene Dokumentationen (Sanktionen)

-        Vollständigkeitsabgleich

möglich.

Vor dem Hintergrund, dass die externe vergleichende Qualitätssicherung wegen der komplexen Verfahrensadministration immer wieder in der Kritik steht, hat die DKG Überlegungen zur Verfahrensverbesserung angestellt und dazu erste Sondierungsgespräche mit Vertretern der GKV aufgenommen. Die DKG wird aktuell über die weiteren Entwicklungen berichten.