Die Änderungen gründen sich primär auf ein im Auftrag des GKV-SV erstelltes Gutachten, das nachvollziehbar Verbesserungsbedarf der Datenvalidierung aufgezeigt hatte. Auch aufgrund der 100% Dokumentationsrate und der Verwendung der ESQS-Indikatoren für planerische und vergütungsabhängige Zwecke wurden die Änderungen von der DKG mitgetragen.

Ab dem Erfassungsjahr 2018 wird zukünftig ein optimiertes Datenvalidierungsverfahren zur Anwendung kommen, auf Basis der hierfür vom IQTIG zu entwickelnden Konzepte. Als neues Element der Datenvalidierung wird in § 9 QSKH-RL ein gezielter Datenabgleich (Abgleich der QS-Dokumentation mit der Patientenakte) bei dokumentationsauffälligen Krankenhäusern eingeführt, der in bestimmten in § 9 Abs. 3 QSKH-RL definierten Anlässen zum Tragen kommt. Die Durchführung der Datenvalidierung liegt wie bisher primär beim IQTIG für die direkten bzw. bei den auf Landesebene beauftragten Stellen für die indirekten Verfahren. In Umsetzung der Vorgaben des Krankenhausstrukturgesetzes (§ 137 Abs. 3 i.V.m. § 275a Abs. 2 Satz 3 Nr. 2 SGB V), in Richtlinien des G-BA die Kontrolle der Richtigkeit der Dokumentation der Krankenhäuser im Rahmen der externen stationären Qualitätssicherung zum Gegenstand von Prüfungen durch den MDK zu machen, wurde der MDK in die Durchführung des Datenabgleichs eingebunden.

Nunmehr muss in allen Fällen, in denen aus datenschutzrechtlichen Gründen der auf Landesebene beauftragten Stelle eine direkte Einsicht in Patientenakten nicht möglich ist, der MDK mit dem Datenabgleich beauftragt werden, auch im Stichprobenverfahren mit Datenabgleich. Neben diesen obligatorischen Anlässen für eine Überprüfung kann der MDK auch mit dem gezielten Datenabgleich nach Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 3 QSKH-RL beauftragt werden, d.h.

1. bei Dokumentationsfehlern im Vorjahr mit besonderer Häufigkeit und Relevanz,

2. bei wiederholten Auffälligkeiten in der statistischen Basisprüfung,

3. bei festgestellter Nicht-Dokumentation eines Sentinel Events im Vorjahr.

Validierungen der ESQS-Daten durch den MDK sind nach den Vorgaben des § 9 QSKH-RL stets durch das nach § 14 QSKH-RL verantwortliche Gremium zu beauftragen. Darüber hinaus wurde in den Tragenden Gründen geregelt, dass MDK-Kontrollen zur ESQS-Datenvalidierung nicht unangemeldet erfolgen.

Die Änderungen treten zum 01.01.2018 vorbehaltlich der Prüfung durch das BMG und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Der gezielte Datenabgleich kann auch durch Anhaltspunkte des Vorjahres (Erfassungsjahr 2017) begründet sein. Im Sinne eines fairen Übergangs sind in diesen Fällen Maßnahmen nach §13 Abs. 3 Satz 2 QSKH-RL ausgeschlossen.

Der Beschluss und die Tragenden Gründe werden auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.