Vor Kurzem hat der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten sowie Bevollmächtigte für Pflege, Herr Staatssekretär Karl-Josef Laumann, eine Studie in Auftrag gegeben, mit der geprüft werden sollte, wie die gesetzlichen Vorgaben in den stationären Einrichtungen umgesetzt werden. Mit dieser Aufgabe wurde das AQUA-Institut in Göttingen (Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH) beauftragt.

Die Ergebnisse der Studie liegen nun vor.4 Obwohl in den erfassten Krankenhäusern das Beschwerdemanagement weitgehend implementiert ist und ca. 90 % über strukturierte und / oder schriftlich niedergelegte Prozessabläufe verfügen, zeigen sich stellenweise Defizite in der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Herr Laumann fordert mittels eines Forderungskatalogs die Krankenhäuser auf, dazu beizutragen, vorhandene Schwächen zu beseitigen, vor allem um den Nutzen des Beschwerdemanagements für die Patientensicherheit in vollem Umfang ausschöpfen zu können.

Die DKG betont immer wieder, so zuletzt auch in ihrem Positionspapier für die 19. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags (März 2017), dass die Qualität der Behandlung und Patientensicherheit für die Krankenhäuser höchsten Stellenwert haben. „Es entspricht dem Selbstverständnis und der Selbstverpflichtung der Krankenhausträger, die Fürsorgepflicht für die ihnen anvertrauten Menschen in den Mittelpunkt ihres Tuns zu stellen“.5 Daher bitten wir um besondere Berücksichtigung des beigefügten Schreibens und die Erfüllung der Forderungen.