Im Folgenden werden die wesentlichen Inhalte dargestellt:

Der klärende Dialog wird in Gesamtverantwortung des Lenkungsgremiums, unter Beteiligung von Vertretern der Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen, der Landeskrankenhausgesellschaft, der für die Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörde sowie weiterer Fachexperten (z. B. Pflegerat/Pflegekammer, Patientenvertreter) mit Perinatalzentren, die die Anforderungen an die pflegerische Versorgung unter I.2.2 oder II.2.2 der QFR-RL ab dem 1. Januar 2017 nicht erfüllen und dies unter Angabe von Gründen dem G-BA mitgeteilt haben, geführt. Zur organisatorischen und inhaltlichen Unterstützung bei der Durchführung des klärenden Dialogs wird das Lenkungsgremium durch die auf Landesebene beauftragte Stelle (LQS) unterstützt.

Im klärenden Dialog werden die zur Beurteilung erforderlichen Informationen und Unterlagen vom Perinatalzentrum angefordert und bewertet. Es soll eine Zielvereinbarung mit den entsprechenden Perinatalzentren geschlossen werden, um die Qualitätsanforderungen schnellstmöglich zu erfüllen. Es ist eine individuelle Frist bis zur Erfüllung der Anforderungen an die pflegerische Versorgung sowie konkrete Zwischenziele festzulegen; Insgesamt darf die Laufzeit nicht über den 31. Dezember 2019 hinausgehen. Die Zielvereinbarung ist innerhalb von vier Monaten nach Eingang der Mitteilungen beim Lenkungsgremium zwischen dem Lenkungsgremium und dem jeweiligen Perinatalzentrum zu schließen.

Über die Ergebnisse des klärenden Dialogs berichtet das Lenkungsgremium halbjährlich an den G-BA.

Das Institut nach § 137a SGB V (IQTIG) wird vom G-BA beauftragt, in geeigneter Weise auf www.perinatalzentren.org darüber zu informieren, welche Perinatalzentren die Übergangsregelung in Anspruch nehmen.

Im Rahmen des klärenden Dialogs ist ein koordiniertes Vorgehen zur Förderung der Ausbildung von Gesundheits- und Kinderkrankenpflegern/-innen sowie der Fachweiterbildung des Pflegepersonals vorgesehen. Hierfür soll die Fachgruppe die entsprechenden Versorgungsstrukturen analysieren und daraus die entsprechenden Maßnahmen ableiten.

Darüber hinaus hat der G-BA festgelegt, den Umsetzungsgrad der Richtlinie auf Basis der übermittelten Daten und Inhalte sowie unter Einbeziehung der Strukturabfrage zu bewerten und ggf. weitere Maßnahmen, z. B. eine Anpassung der Richtlinie, zu ergreifen.

Die Vorgaben zur schichtbezogenen Dokumentation wurden noch nicht beschlossen und werden voraussichtlich am 15. Juni 2017 erneut im G-BA beraten.