Neben redaktionellen Klarstellungen wird klargestellt, dass kinderkardiologische Intensiveinheiten und entsprechende Einheiten für Erwachsene in denselben Räumlichkeiten und unter einheitlicher organisatorischer Struktur betrieben werden können. Darüber hinaus wurde klargestellt, dass auch alle entsprechenden DKG-Empfehlungen zur pflegerischen Weiterbildung und Gleichwertigkeit landesrechtlicher Regelungen im Bereich Pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege im Sinne dieser Richtlinie gültig sind.

Die wesentliche Änderung betrifft die Anerkennung von pflegerischem Personal mit entsprechender Berufserfahrung auf die geforderte Fachweiterbildungsquote. Nach § 4 Absatz 5 können entsprechende Personen dauerhaft auf die Quote des fachweitergebildeten Pflegepersonals von 40 Prozent (bezogen auf Vollzeitäquivalente) angerechnet werden, wenn sie folgende Voraussetzungen zum Stichtag 1. Januar 2017 erfüllen:

  • Mindestens fünf Jahre Berufstätigkeit seit Ausbildungsabschluss in Vollzeit auf einer fachgebundenen kinderkardiologischen Intensiveinheit in der direkten Patientenversorgung; Teilzeittätigkeit wird entsprechend angerechnet;
  • und mindestens drei Jahre Berufstätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2011 bis 1. Januar 2017 auf einer fachgebundenen kinderkardiologischen Intensiveinheit in der direkten Patientenversorgung.

Die Erfüllung dieser Voraussetzungen ist durch die Pflegedienstleitung schriftlich zu bestätigen.

Schließlich wurde in den Tragenden Gründen erläutert, dass angenommen wird, dass die Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin, die auf der kinderkardiologischen Intensiveinheit tätig sind, sich in der Schwerpunktweiterbildung für Kinderkardiologie befinden und damit davon ausgegangen werden kann, dass diese Personen die Anforderung des § 4 Abs. 3 erfüllen.