Der Beschluss ist auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.

Hintergrund:

Bis zum Erfassungsjahr 2003 wurden Mitralklappeneingriffe im ESQS-Leistungsbereich Herzchirurgie mitdokumentiert. Die Dokumentationspflicht der Mitralklappeneingriffe war vor zehn Jahren aufgrund guter Ergebnisse ausgesetzt worden. Dies wurde seinerzeit damit begründet, dass eine flächendeckend stabile Versorgungssituation bestand, die sich in den Ergebnissen der externen stationären Qualitätssicherung widergespiegelt hatte.

Auf Antrag der Bundesfachgruppe Herzchirurgie sollten die Mitralklappeneingriffe aufgrund der rasanten Entwicklung innovativer Behandlungsmethoden wieder der externen stationären Qualitätssicherung zugeführt werden. Über die Beratungen zur Entwicklung eines Leistungsbereichs Mitralklappeneingriffe, den diesbezüglichen Vorbericht des AQUA-Instituts und die Stellungnahme der DKG hatten wir per Rundschreiben informiert (Beschlüsse des G-BA vom 22. Januar 2015 und 19. Mai 2016, vgl. DKG-Rundschreiben Nr. 48/2015 und 208/2016)

Es besteht im G-BA Konsens, dass die Mitralklappeneingriffe der Qualitätssicherung zugeführt werden sollen. Da es sich hierbei um ein Verfahren unter Verwendung von Sozialdaten bei den Krankenkassen handelt, könnte es zu gegebener Zeit unter der neuen datengestützten Rahmenrichtlinie realisiert werden.

Wir bitten um Information der Ihnen angeschlossenen Krankenhäuser und Landesgeschäftsstellen für Qualitätssicherung.