In der zuständigen G-BA AG ESQS wurde hierüber beraten und konsentiert, für das Erfassungsjahr 2015 und 2016 jeweils die Dokumentationsraten der Leistungsbereiche Hüftendoprothesenversorgung (HEP) sowie Knieendoprothesenversorgung (KEP) krankenhausbezogen für die Ermittlung der Vollzähligkeit sowie Sanktionierung bei einer Unterschreitung zu Grunde zu legen. Die Dokumentationsraten der Zählleistungsbereiche werden in der Sollstatistik zwar separat ausgewiesen, sind aber keine Grundlagen für Sanktionen bei Unterdokumentation in den Zählleistungsbereichen.

Für die Erfassungsjahre 2016 und 2017 werden vom IQTIG Übergangslösungen zur kurzfristigen Problembehandlung bereitgestellt. Das IQTIG wurde von der AG ESQS gebeten, eine entsprechende schriftliche Information zur Problemanalyse und zu möglichen Lösungsszenarien zu verfassen, die über die LQSen an die Krankenhäuser kommuniziert werden kann.

Darüber hinaus hat die AG ESQS als Empfehlung an die AG Qualitätsbericht folgenden Vorschlag für einen einheitlichen Kommentar zur Aufnahme in den Qualitätsbericht für die Erfassungsjahre 2015 und 2016 übermittelt:

•    Für die HEP-Zählleistungsbereiche: „Die Dokumentationsrate in diesem Zählleistungsbereich der HEP ist durch verfahrenstechnische Ursachen ggf. teilweise nicht korrekt darstellbar. Die Dokumentationsrate im gesamten Leistungsbereich der Hüftendoprothesenversorgung ist der Zeile […] zu entnehmen.“

•    Für die KEP-Zählleistungsbereiche: „Die Dokumentationsrate in diesem Zählleistungsbereich der KEP ist durch verfahrenstechnische Ursachen ggf. teilweise nicht korrekt darstellbar. Die Dokumentationsrate im gesamten Leistungsbereich der Knieendoprothesenversorgung ist der Zeile […] zu entnehmen.“

Diese Kommentare können Krankenhäuser im Falle einer Unterdokumentation in den genannten Zählleistungsbereichen für die entsprechenden Kommentarfelder in den Qualitätsberichten verwenden.