Institution nach § 137a SGB V (a.F.): Abnahme des Berichts zur Weiterentwicklung der Hüft- und Knieendoprothesenversorgung

Der G-BA hat beschlossen, den Bericht der Institution nach § 137a SGB V (a.F.) (AQUA- Institut) zur Weiterentwicklung des Follow-up für die Leistungsbereiche Hüft- und Knieendoprothesenversorgung (HEP und KEP) abzunehmen und auf den Internetseiten des AQUA-Instituts (www.sqg.de) zu veröffentlichen (Anlage 1).

Der Bericht beschreibt die mögliche Weiterentwicklung des Follow-up bei den Hüft- und Knieendoprothesen unter Verwendung von Sozialdaten bei den Krankenkassen. AQUA kommt zu dem Schluss, dass die Auswertung sämtlicher Follow-up-Indikatoren unter Zuhilfenahme der Sozialdaten bei den Krankenkassen erfolgen kann. Die Sozialdaten liefern Informationen zu den Indikatoren „Sterblichkeit innerhalb von 90 Tagen“, zu den Revisionsraten bei den Indikatoren „Folge-OP“ (innerhalb von 1, 2 und 5 Jahren). Als nächster Schritt steht die Einbindung der Patientenperspektive für die Leistungsbereiche HEP und KEP an. Außerdem müssten ambulante Abrechnungsdaten mit einbezogen werden, um auch außerhalb des Krankenhausaufenthaltes Komplikationen zu erfassen und damit das Verfahren sektorenübergreifend zu konzipieren.

Derzeit besteht zwischen DKG und GKV-SV ein Dissens zur Ausgestaltung der Daten-flüsse bei QS-Verfahren unter Verwendung von Sozialdaten. Die Beschlussfassung zur Abnahme des Berichtes erfolgte einvernehmlich. Die Datenflüsse werden zu gegebener Zeit in der Richtlinie geregelt.

Institution nach § 137a SGB V (a.F.): Länderauswertung mit Geodarstellung 2014 – Freigabe zur Veröffentlichung

Der G-BA hat die Veröffentlichung der Länderauswertung mit Geodarstellung zum Erfassungsjahr 2014 auf den Internetseiten des AQUA-Instituts beschlossen (www.sqg.de) (Anlage 2). Die Geodarstellung ist ein Ländervergleich auf Basis der in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser veröffentlichungspflichtigen Qualitätsindikatoren – derzeit sind dies 279 der insgesamt 416 ESQS-Indikatoren.

Dargestellt wird die Abweichung vom jeweiligen Bundesdurchschnittswert mit entspre-chend farbiger Aufbereitung und einer Tendenzaussage (gleich, schlechter, besser). Seitens der DKG bestehen methodische Bedenken gegen diese Art des Ländervergleichs, insbesondere gegen die Bildung von Bundesdurchschnittswerten auf der Grundlage rein rechnerischer Auffälligkeiten ohne dass Länderbesonderheiten berücksichtigt werden. So kann es z.B. bei kleinen Bundesländern wegen geringer Krankenhausfallzahlen zu stärkeren Abweichungen vom Bundesdurchschnittswert kommen, da jedes einzelne rechnerisch auffällige Krankenhaus das Landesergebnis stark positiv oder negativ beeinflusst. Zudem werden Sentinel-Event-Indikatoren und Indikatoren ohne Referenzbereich abgebildet, die aus Sicht der DKG nicht für die öffentliche Darstellung geeignet sind. Die DKG konnte mit der Zeit durchsetzen, dass diese Indikatoren entsprechend kommentiert werden und dass außerdem die Ergebnisse des Strukturierten Dialogs des Vorjahres abgebildet werden. Hieraus wird ersichtlich, dass nur wenige der rein rechnerischen Auffälligkeiten nach dem Strukturierten Dialog als tatsächlich qualitative Auffälligkeiten übrig bleiben.

Institution nach § 137a SGB V: Bericht zum Sonderexport 2015 (Anlage 2 QSKH-RL) – Freigabe zur Veröffentlichung.

Der G-BA hat beschlossen, den Bericht des AQUA-Instituts zur Analyse der Daten der Follow-up-Verfahren gemäß Anlage 2 der QSKH-RL aus dem Sonderexport 2015 zum Erfassungsjahr 2014 (Stand September 2015) zur Veröffentlichung auf den Internetsei-ten des AQUA-Instituts freizugeben (www.sqg.de) (Anlage 3).

Es handelt sich hierbei um den Bericht zum Sonderexport 2015 der Daten des Erfas-sungsjahres 2014, bei dem – zum letzten Mal im Testbetrieb – die Daten der Follow-up-Leistungsbereiche „Hüft- und Knie-Endoprothesenversorgung“ von den Krankenhäusern übermittelt wurden. Seit 2015 läuft das Verfahren im Regelbetrieb der ESQS über einen Datenerhebungsvorgang: Die Daten werden in den Follow-up-Leistungsbereichen sowohl für die Berechnung der regulären Qualitätsindikatoren im herkömmlichen ESQS-Verfahren als auch für die Berechnung der Follow-up-Indikatoren genutzt. Die Beteiligung der Krankenhäuser am Sonderexport 2015 war hoch und erreichte je nach Leistungsbereich zwischen 89,3 % und 90,1 %.

Nur circa 10 % der Einrichtungen haben sich 2015 nicht am Sonderexport beteiligt. Die in Kap. 2.4 enthaltenen Empfehlungen für den Regelbetrieb sollen an das IQTIG zwecks Prüfung und gegebenenfalls Umsetzung weitergeleitet werden.

Alle Beschlüsse werden auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.