Hintergrund:

Mit Beschluss vom 19. Juni 2014 zur Änderung der Richtlinie über Maßnahmen der Qualitätssicherung in Krankenhäusern (QSKH-RL) für das Erfassungsjahr 2015 wurden die orthopädischen und unfallchirurgischen Leistungsbereiche dahingehend umstrukturiert, dass die endoprothetisch versorgten Femurfrakturen dem Leistungsbereich „Hüftendoprothesenversorgung (HEP)“ zugeordnet wurden und der Leistungsbereich „Hüftgelenknahe Femurfraktur“ seither nur noch die osteosynthetische Versorgung umfasst. Die nunmehr beauftragte leistungsbereichsübergreifende Sonderauswertung der Femurfrakturen geht auf eine Forderung der DKG zurück.

Die DKG hatte nach Maßgabe ihrer Gremienberatungen kritisiert, dass mit der Umstrukturierung auch ein Wechsel der Auswertungsperspektive verbunden ist. Bisher konnte zwischen traumatischer und elektiver Hüftendoprothesenversorgung unterschieden werden und bei den hüftgelenknahen Femurfrakturen neben der präoperativen Verweildauer z.B. auch die Diagnosestellung und Therapiewahl verglichen werden.

Durch die Sonderauswertung wird eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit dem Vorjahr ermöglicht. Auf der Grundlage der Bundesauswertung und der Sonderauswertung soll außerdem analysiert werden, ob die endoprothetisch versorgten hüftgelenknahen Femurfrakturen im „neuen“ Leistungsbereich „Hüftendoprothesenversorgung (HEP)“ verbleiben oder wieder dem ursprünglichen Leistungsbereich „hüftgelenknahe Femurfraktur“ zugeordnet werden sollten.

Die Abgabe des Berichts zur Sonderauswertung erfolgt gemeinsam mit der Vorlage der Bundesauswertung 2015.

Der Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.gba.de veröffentlicht.