Hintergrund:

In der ESQS gibt es 4 herzchirurgische Leistungsbereiche - Aortenklappenchirurgie isoliert (kathetergestützt und offenchirurgisch), Koronarchirurgie isoliert und Kombinierte Koronar- und Aortenklappenchirurgie), die über einen gemeinsamen Datensatz „Herzchirurgie“ erhoben werden. Die Betrachtung ist derzeit mit Ausnahme eines nicht verpflichtenden Follow-Ups der Sterblichkeit innerhalb von 30 Tagen ausschließlich auf den stationären Aufenthalt beschränkt. Da sich jedoch zahlreiche Komplikationen sowie ein relevanter Anteil der Todesfälle auch nach der Beendigung des stationären Aufenthalts ereignen, ist der Einbezug von Follow-Up-Indikatoren für eine umfassende Bewertung des Leistungsgeschehens unerlässlich. In den letzten Jahren ist zudem eine deutliche Zunahme der kathetergestützten Aortenklappeneingriffe (TAVI) zu ver-zeichnen.

Die Bundesfachgruppe empfiehlt ein Indikatorenset mit 19 Follow-Up-Indikatoren, die maßgebliche Aspekte der Ergebnisqualität über den stationären Aufenthalt hinaus abbilden (Anlage 2). Das Indikatorenset berücksichtigt dabei neben der für die Ergebnisqualität maßgeblichen Sterblichkeit nach 30 und 365 Tagen weitere relevante Aspekte zu eingriffsspezifischen Komplikationen (tiefe Wundheilungsstörung, Mediastinitis, Schlaganfälle). Des Weiteren werden eingriffsspezifische Reoperationen und Reinterventionen nach dem stationären Aufenthalt erfasst. Aufgrund der aus-schließlichen Nutzung von Sozialdaten ist die Erhebung der 19 Follow-Up-Indikatoren mit keinem zusätzlichen Aufwand für die Leistungserbringer verbunden. Allerdings muss für die Zuordnung zu den einzelnen Leistungsbereichen sowie für die Risikoadjustierung nach wie vor auf eine QS-Dokumentation zurückgegriffen werden.

Der Beschluss wird auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.